Grundschule Sonnenberg – Juni 25th, 2010

Heldestraße 20, 35305 Grünberg-Stangenrod
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Bericht über die Unterrichtsprojekte der an der Fortbildung
„Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen
der Grundschule Sonnenberg
im Schuljahr 2003/2004

Projekt: Schonraum und Hüttchen

Entstehung der Idee:
Obwohl unser Schulhof schön gelegen ist und viele Möglichkeiten zum Austoben bietet, gab es in den Pausen immer wieder Beschwerden wie: „Die Jungs lassen uns nicht in Ruhe”, „Ständig werden wir geärgert und gestört.” Dies war teilweise so schlimm, dass Pause nicht mehr der Regeneration und dem Ausgleich diente, sondern dass noch mehr Konflikte, Probleme und Aggressionen aufgebaut wurden. Also entstand die Idee eines Ruhe- oder Schonraumes. Dieser Raum sollte klar von dem tobenden Schulhof abgegrenzt sein und tatsächlich die Möglichkeit bieten, zur Ruhe kommen zu können. Nach mehreren Versuchen, dies auf dem Schulhof durchzuführen, merkten wir, dass dies aus baulichen und organisatorischen Gründen nicht möglich war. Aus unserer Ratlosigkeit entstand die Idee , die Schüler stärker mit einzubeziehen und wir führten eine Umfrage durch.

1. Was machst Du um Dich zu bewegen?

  • laufen
  • Seil hüpfen
  • Wackelbrücke, Balancieren
  • Stelzen laufen
  • an Stangen klettern
  • Fußball spielen
  • Basketball
  • Pferdchen spielen
  • Tischtennis spielen
2. Was wünschst Du Dir um zu toben?

  • Klettergerüst
  • Gewicht heben
  • Roller fahren
  • Trampoli
  • Kletterbaum
  • Ausleihe soll auch in der zweiten Pause offen sein
  • eine Wippe
  • eine richtige Schaukel
  • Budchen
  • Turm mit Rutsche und Schaukel
  • Baumhaus
  • Gewichte heben
  • Roller fahre
  • eine Seilbahn
  • einen richtigen Ball
  • Bäume, wo man drauf klettern kann
  • Spiel spielen mit der ganzen Klasse
  • Es ist alles da!
  • ein zweites Tor auf dem Rasen
  • mehr Platz und nicht so viele Kinder, die einen dauernd stoßen
  • Halfpipe
  • Baumhaus mit Aussicht
  • Hüpfburg
  • Baseballplatz
  • Weichmatten, Basketballfeld
  • Laufstrecke in den Wald

3. Was machst Du um Deine Ruhe zu haben?

  • Ich gehe dorthin wo keiner ist
  • auf die Toilette gehen
  • langsam laufen
  • aufs Klo gehen
  • ins Gebüsch gehen
  • mich zurückziehen
  • zur Ausleihe gehen
  • Ich setze mich hinter einen Baum
  • Ich gehe hinter die Hecke
  • in den Windfang gehen
  • suche mir einen Platz wo es ruhig ist
  • Rumsitzen
  • Schaukeln
  • auf eine Bank setzen
  • ins Gras legen und in den Himmel schauen
  • Buch lesen
  • Malen
  • Schreiben

4. Was wünschst Du Dir um Zur Ruhe zu kommen?

  • mehr Zeit
  • einen Schonraum vor den Toiletten
  • Bücher
  • Musik, die leise spielt
  • die Wände mit Sternen
  • eine Stelle, um Ruhe zu haben
  • ein Kiosk
  • einen Schlafplatz
  • Malen
  • Gedichte schreiben
  • dass ich in das Gebüsch darf
  • einen Schonraum
  • einen extra Raum
  • Dass es nicht so laut ist
  • eine ruhige Bank
  • Baumhaus mit Bett
  • Budchen mit Bett
  • Matratze zum Springen
  • Budchen unterm Busch
  • Schaukelstuhl unter einem sonnigen Platz ohne dass sich jemand prügelt
  • ein Häuschen zum Ausruhen wäre gut
  • eine Ecke zum Entspannen
  • Matten zum Hinlegen und viele Spiele
  • eine Ruhehalle
  • einen Freizeitraum, wo man Computer spielen kann
  • draußen eine überdachte Kuschelecke
  • ein Baumhaus oder Hütte, wo nur leise Kinder rein dürfen

5. Wie könnte der Schonraum aussehen? Wo könnte ein solcher Raum entstehen?

  • neben der Schule
  • eine kleine Hütte beim Sandkasten
  • eine Hütte auf der Wiese
  • in der Aula
  • beim Sandkasten am Zaun, für zweiPersonen
  • so wie eine kleine Holzhütte
  • Baumhaus oder Hütte
  • Der Schonraum soll dreieckig sein
  • große Hütte mit Matratzen und Sofa und nicht so hell
  • Häuschen mit Kissen und Decken
  • draußen, wie ein Jugendraum
  • Bei den Mülltonnen, der Raum soll aussehen wie ein Jugendraum
  • Im Windfang, da ist es so schön
  • die Hälfte vom Musikraum
  • aufblasbare Sofas, Licht und Bücher zum Lesen
  • Budchen unterm Busch
  • bei den Tischtennisplatten
  • bei der Mauer, wo man zum Bus gucken kann.
  • bei der Tafel auf dem Schulhof
  • natürliche Abgrenzung aus Weiden

Hüttchen:
Die Idee der Hüttchen wurde von der Elternschaft nach einiger Überredungskunst gut angenommen und direkt beim ersten Treffen fanden sich Sponsoren unter den Eltern.
Die Idee war, dass jede Klasse die Patenschaft für ein Hüttchen übernimmt, beim Streichen und Zusammenbauen hilft und die Hütte einmal pro Jahr streicht. So sind auf Grund starken Elternengagements zwei Probehüttchen entstanden, deren Paten die jetzigen ersten Schuljahre sind. Da die Hüttchen sehr gut angenommen werden, sollen im nächsten Schuljahr einige weitere Hüttchen entstehen. Für drei Hütten sind bereits Sponsoren da, das Geld schon abgegeben.

Das Projekt wurden von den folgenden Kolleginnen durchgeführt:
Manuela Philippi, Sabine Schoer, Tina Specht und Susanne Wagner

Bericht über die Unterrichtsprojekte der an der Fortbildung
„Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen
der Grundschule Sonnenberg
im Schuljahr 2002/2003

„Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte” – ein Musiktheater
Wir haben ein Musiktheater auf der Grundlage des Bilderbuchs „Der Löwe, der nicht schreiben konnte” von Martin Baltscheit entwickelt und aufgeführt. Zum Inhalt: „Der Löwe ist der König im Urwald. Er ist stark und hat Macht. Eines Tages verliebt er sich in eine wunderschöne Löwin. Da die Löwin eine Dame ist, möchte er ihr zunächst einen Brief schreiben. Doch er kann nicht schreiben. Deshalb bittet er seine Untertanen (Tiere des Dschungels) ihm zu helfen.”

Im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften (einmal wöchentlich, je 60 Minuten) haben wir zu Beginn des Jahres damit begonnen. Kinder der Klassen 1- 4 konnten sich in das Projekt einwählen. Etwa 50 Kinder haben mitgewirkt. Zunächst haben wir gemeinsam den Inhalt erschlossen. Die Kinder konnten sich dann in unterschiedliche Projektschwerpunkte einwählen und ihrem Interesse entsprechend zum Musiktheater beitragen. Auch wir Kolleginnen konnten so in einem gewählten Teilbereich arbeiten und unsere individuellen Ideen und Interessen einbringen. Es gab eine Kunstgruppe unter der Leitung von Frau Wagner, die für das Bühnenbild zuständig war. Die Bühne war auf der Treppe, so dass die Tiere von verschiedenen Seiten auftreten konnten und auf unterschiedlichen Ebenen spielten. Es entstanden Kokosnüsse, Bananen, Schlangen, Palmen….., um den Treppenbereich in einen Dschungel zu verwandeln. Auch Werbe -Plakate für die Aufführungen wurden entworfen und gestaltet. Eine weitere Gruppe war die Kreativ-Gruppe unter der Leitung von Frau Philippi, die Texte für Lieder, Dialoge und Briefe gedichtet und geschrieben hat. Frau Schäfer hat die Musikgruppe geleitet, welche die musikalische Begleitung selbst entworfen hat. Jedem Tier wurde eine eigene Erkennungsmelodie zugeordnet. Auch die Lieder, welche von allen Kindern gemeinsam gesungen wurden, wurden unterstützend begleitet. Musiker, Künstler und „Schreiber” haben den Chor gebildet. Deshalb war es wichtig zu Beginn jeder AG -Zeit gemeinsam die Lieder zu üben. Es entstanden u.a. ein Lied des Löwen nach der Melodie von „Ich wäre gern wie du” aus dem Dschungelbuch , ein Lied der Tiere nach der Melodie von „Die Affen rasen durch den Wald” und ein Liebeslied nach der Melodie von „Can you fell the love tonight”. Unsere Schulleiterin hat die Lieder am Klavier begleitet. Frau Schoer hat mit der Darstellergruppe gearbeitet, um die Inhalte des Buchs umzusetzen. Zunächst haben die Kinder verschiedene Tiere imitiert, um die verschiedenen Eigenschaften zu erarbeiten. Die Texte sind während der Proben entstanden, damit sich jedes Kind mit seinem Text und der Rolle des Tieres identifizieren konnte. Die Schauspieler haben sich ihre Kostüme selbst zusammengestellt. Eltern haben dabei unterstützend mitgewirkt. Frau Specht hat je nach Bedarf in den Gruppen mitgearbeitet und organisatorische Aufgaben übernommen. Wir haben für die insgesamt drei Vorstellungen keinen Eintritt genommen, sondern eine Spende erbeten. Von dem Erlös konnten wir dann die gewünschte Digitalkamera und Schminkutensilien für weitere Aufführungen anschaffen. Durch die enge Zusammenarbeit und Koordination der einzelnen Gruppen, war es möglich, dieses Musiktheater zu erarbeiten und aufzuführen. Die Aufführungen waren gelungen, was der Beifall der Zuschauer zeigte.

Die Projekte wurden von den folgenden Kolleginnen durchgeführt:
Manuela Philippi, Nina Schäfer, Sabine Schoer, Tina Specht, Susanne Wagner
Surftipp: in vielen Schulen sind Kindermode überall akzeptbal.
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