Rudolf-Koch-Schule

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Ein Abend voller Überraschungen
Bericht über das Unterrichtsprojekt
der an der Fortbildung „Kulturelle Praxis” beteiligten Kollegen
der Rudolf-Koch-Schule
im Schuljahr 2002/2003

Ein vielfältiges und spannungsreiches Programm war versprochen und mit dem Begriff „kultpur” hatten die Organisatoren für sich und die Schule einen hohen Anspruch gesetzt. Dabei war es doch ein Experiment, dass die „Projektgruppe KulturMobil” austesten wollte: Möglichst viele Schüler und möglichst alle Fächer sollten an einem Kulturtag beteiligt sein. Über einen Kunstgriff, das gemeinsame Thema „Kettenreaktionen”, waren denn auch viele verschiedene Zugangsweisen eröffnet.
Akrobatik

„Oh happy day” schmetterten die Solistin Elvira Stoll und der Oberstufenchor „RKSounds” am Donnerstag Abend den etwa 400 Gästen in der Rudolf-Koch-Schule zu und verstärkten noch einmal das Singen und Klatschen, das zuvor über die Stücke aus „Grease” und den „Bluesbrothers” von der Bühne in den Saal übergeschwappt war.

clowns

Der angekündigte „Abend voller Überraschungen” hielt sein Versprechen. Vielfältig waren die Spannungsbögen, die sich durch den Abend zogen.

Bunte Papierflieger (die Klasse 5b hatte sie gefaltet und gute Wünsche darauf geschrieben) segelten über das Publikum und eröffneten den Abend als bunten Augenschmaus. Die Musik-AG des Jahrgangs 5, eine kleine Bigband mit vielen unterschiedlichen Instrumenten bot den ersten von vielen noch kommenden Hörgenüssen. Musik in vielfältigen Variationen zog sich ab jetzt als ein Schwerpunkt weiter durch das Abendprogramm.:

Jenica Gomolka und Nassira El-Jazid Gesang begleitet von Christoph Kaschky (8.Kl.) Elisabeth Drescher (11.Klasse) und ihre Musiklehrerin, Frau Santamaria schlugen mit Querflöte und Konzertgitarre leisere Töne an, die ein konzentriertes und genaueres Hinhören erforderten. Zwei selbst verfasste Gedichte trug Christian Küpper vor (Jg.12) Ein feines Stück waren die „Vogelstimmen”, ein spannendes Zusammenspiel aus lyrischen Texten (Christoph Marutschke) und einer zeitgenössischen Komposition für Blockflöte (Elisabeth Drescher, beide 11d).

Kräftiger ging es dann schon bei den Rap-Nummern zur Sache. Während Sana Azdoufal, Valjbone Imeri und Selcan Yigit aus der 7.Klasse sehr engagiert und ohne Begleitung ihr Lied von der Toleranz vortrugen, kamen bei Ali Bahij und Shahab Uddin (beide 11b) Elemente von Professionalität zum Vorschein. Ein botanisches Minimusical präsentierten Melanie Rinn, Johanna Schön, Jaqueline Eigner, Bea Müller, Lydia Pfaff und Marco Russo aus der Theater-AG der Rudolf-Koch-Schule.

Dass Kettenreaktionen als Bewegung dargestellt werden können, zeigten acht Mädchen aus den Jahrgängen 7 -11 (Sadaf Afzal, Hassna Arronj, Sana Azdoufal, Zahide Bukmez, Nassira El-Yazid, Tatjana Schäfer und Ronak Soleimani) mit arabischen Tänzen sowie Angelo Alemanno und Veronika di Fede (Klasse 8) mit drei lateinamerikanischen Tanznummern. Goethe hat mit dem „Zauberlehrling” eine literarische Kettenreaktion in Gang gesetzt, die vom Kurs Darstellendes Spiel des Jahrgangs 11 aufgegriffen und szenisch gekonnt umgesetzt wurde. Dass eine Kette nur so stark ist wie ihr schwächstes Glied, zeigte eine kleine akrobatische Nummer der Klasse 10a recht lustig. Selbst ein als Kette inszenierter Staffel-Wett-Lauf zwischen Schülern und (viel schnelleren Lehrkörpern!!) passte ins Programm und gab ihm einen besonderen Farbtupfer.

An zwei Beispielen aus der alltäglichen Unterrichtsarbeit spiegelte sich das Rahmenthema recht eindrucksvoll: Aus der Unterrichtsreihe „Körpersprache” und der Tätigkeit als Klassenmentoren organisierte Irini Sidira eine Modenschau mit ihrer 10. Klasse und der Klasse 5b. Eine „echte” doppelte Kettenreaktion präsentierte der Ökologie-Kurs des Jahrgangs 12. Über eine Powerpoint-Präsentation - ursprünglich war es ein Gruppenreferat! - liefen im Licht der Abenddämmerung Bilder vom Elbhochwasser des letzten Jahres. Auf der Bühne drohte ein Haus zu versinken. Quer durch die Aula bildeten Schüler eine Menschenkette, die Sandsäcke stapelten, um Haus und Bewohner zu retten. Mit dem Hinweis auf die landesweite Kettenreaktion der Hilfe schloss diese beeindruckende Erinnerung an ein schlimmes Ereignis der unmittelbaren Vergangenheit.

Am Schluss bedankten sich die Organisatoren des „KultPur-Abends” beim Hausmeister, Herrn Jager und Sascha Drescher (11d) für die tatkräftige Unterstützung bei Aufbau und Technik. Ein ganz besonderer Dank ging an die beiden Moderatoren: Jaqueline Eigner und Denis Wochner verbanden als Clowns bzw. als Rose und Blattlaus gekonnt und liebevoll die Programmpunkte. Dabei wurde das Thema „Kettenreaktion” im Sinne von Kommen und Gehen ganz deutlich: Jaqueline hat erfolgreich die Abitur-Prüfung abgelegt und Denis ist ein Schüler der neu begonnen Jahrgangsstufe 5, der in acht Jahren sein Abitur machen wird.

Die Projekte wurden von den folgenden Kolleginnen und Kollegen durchgeführt:
Elmar Gerhardt, Susann Hofmann, Frank Wiesner