Hans-Christian-Andersen-Schule – Juni 25th, 2010

Hans-Christian-Andersen-Schule
Gartenstraße 30, 63263 Neu-Isenburg
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Bericht über die Unterrichtsprojekte der an der Fortbildung
„Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen
der Hans-Christian-Andersen-Schule
im Schuljahr 2003/2004

1. Zusammenarbeit Theater / Orchester „Der gestiefelte Kater”

* Aufführung des Theaterstückes mit musikalischer Untermalung des Orff – Orchesters
* Vorbereitungszeit: 1. Schulhalbjahr

* Besetzung:

Theater 12 SchülerInnen/ 4. Schuljahr
Orff- Orchester 10 SchülerInnen/ 4. Schuljahr

* Aufführungszeit: ca. 30 Minuten
* gemeinsame Ausgestaltung der Szenen Und Musik; Basteln der Requisiten;…

2. Lesewoche der Hans-Christian-Andersen-Schule (April 2004 )

1. Schulprojekt für Klasse 1 -2

* verschiedene Stationen zum Thema Buch und Lesen z. Bsp.: Rätsel, Schätz-Frage, Spiele, Lesepuzzle, …

2. Schulprojekt für Klasse 3 – 4

* Lesetexte mit Lösungen, Geheimtexte, Rätsel, Schätz-Frage, Partnerlesen, verschiedene Spiele
* Zeitrahmen 1,5 Wochen
* je Klasse 2 Stunden Arbeit an den Stationen
* Auswertung und Prämierung der Ergebnisse

3. Klasseninterne Aktionen im Rahmen der Lesewoche

Klasse 2a / S. Völker
Lektüre „Rudi Vampir fliegt aufs Schloss”

* lesen der Lektüre; gemeinsame Lesezeit; Sachinfobuch herstellen zum Thema „Fledermaus”; Basteln der Hauptfiguren „Rudi” und „Igittchen”; Planung und Durchführung eines Vampirfestes; Vampirlied singen und szenisch einüben
* Ende und Aufführung: Präsentation auf der Schlussveranstaltung der Lesewoche der HCAS

Klasse 3c / B. Oliß
Lektüre „Anna und der Wulf” – eine Geschichte aus der Zeit der Ritter und Burgen

* lesen der Lektüre; gemeinsame Lesezeit; Sachinfo zum Thema ( Leben, Sprache, Bräuche, Kleidung, … ); Bau einer Ritterburg ( aus Weinkorken ); Lied
* besondere Aktionen: Kinoritterfilm
* Ende und Aufführung: Präsentation des Ritterliedes auf der Schlussveranstaltung der HCAS

3. Verschiedene Aktivitäten zum Thema Theater und Orchester

* Planung, Gestaltung und Durchführung des Schulgottesdienstes zum Schuljahres- ende 2003/04 der HCAS; dies lief im Rahmen der „Woche der Toleranz” aller Schulen in Neu-Isenburg
* Planung, Gestaltung und Durchführung der Monatsfeiern der HCAS
* Vorbereitung der Einschulungsfeier (neue Besetzung des Orff-Orchesters )

Die Projekte wurden von den folgenden Kolleginnen durchgeführt:
Bärbel Oliß und Susanne Völker

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Bericht über die Unterrichtsprojekte der an der Fortbildung
„Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen
der Hans-Christian-Andersen-Schule
im Schuljahr 2002/2003

Projekt: „Das Lesecafé”
Im Schuljahr 2002/ 2003 unterrichtete ich (S. Völker) eine 1. Klasse im Fach Deutsch. Um die Kinder zum Schreiben und Lesen zu motivieren, arbeiteten wir sofort zu Beginn des Schuljahres mit einer Anlauttafel. So konnte sie Wörter „schreiben”, ohne auf die Rechtschreibung achten zu müssen. Wichtig war lediglich Wörter lautgetreu aufzuschreiben. Anhand eines Bildes unter dem der entsprechende Anfangsbuchstabe des Bildes stand, suchten sie sich eigenständig die Buchstaben des zu schreibenden Wortes zusammen. Dazu mussten sie sich das Wort immer wieder langsam und gedehnt vorsprechen. Jedes Kind hatte seine eigene Vorlage der verkleinerten Anlauttabelle mit Bilder und dem Anfangsbuchstaben. Schnell gewöhnten sich die Schüler an diese Art des Schreibens. Es machte ihnen Spaß, zu Bildern kleine Sätze aufzuschreiben und diese anschließend ihren Mitschülern vorzulesen. Um die Schüler nicht zu entmutigen und an die richtige Schreibweise heranzuführen, schrieb ich die Texte jedes Mal in der korrekte Rechtschreibweise unter die Schülertexte. In der Vorweihnachtszeit beschlossen wir, nach einem gemeinsamen Besuch in der Stadtbücherei, einen richtigen „Roman” zu schreiben. Hierfür plante ich einen Zeitraum von drei Wochen ein. Der Roman handelte von der Maus Mimi und ihren Abenteuern. Die Kinder bekamen an mehreren Tagen jeweils ein Bild von Mimi und ihren Erlebnissen. Gemeinsam besprachen wir den Inhalt der dargestellten Geschehnisse. Einen Schluss des Dargestellten sollten sie sich selbstständig ausdenken. Danach begannen die Schüler mit dem Aufschreiben. Ihrer Geschichten schrieben sie einzeln auf ein farbiges Blatt, auf welches zuvor das entsprechende Bild geklebt wurde. Natürlich wurden die Bilder immer nach dem Schreiben ausgemalt. Hatten die Kinder Schwierigkeiten beim Aufschreiben, durften sie sich aus der „Worschatztruhe” Hilfswörter als Anregung und Unterstützung herausholen. Hier stellte ich ebenfalls zu jedem Bild unterschiedliches Wortmaterial zur Verfügung. So bestand auch für Schüler mit einem geringen Wortschatz und für ausländische Kinder die Chance, ihre eigene Geschichte aufzuschreiben. Nachdem wir zu acht Bilder Geschichten aufgeschrieben hatten, war „unser Roman” fertig. Die Einzelblätter stellte ich für jedes Kind zu seinem eigenen Roman zusammen. Sie waren sehr stolz auf ihre Werke. Nun musste nur noch eine Autorenlesung stattfinden. Wir besprachen, wo solche Lesungen stattfinden könnten und einigten uns als Ort des Geschehens auf ein Café. Natürlich war jedem klar, dass wir kein Café mieten konnten, daher gestalteten wir unser eigenes Café im Klassenraum. So beschlossen wir, unseren Gästen Kuchen und Getränke anzubieten, um die Mimi-Romane möglichst angenehm und in entspannter Atmosphäre präsentieren zu können. In Absprach mit hilfsbereiten Eltern gelang uns dies ohne Probleme. Abschließend luden wir Eltern, Omas, Opas, Tanten usw. ein. So entstand ein richtiges „Lesecafé”, in dem verschiedene Kinder zu jeweils einem Bild ihre Geschichte vorlasen. Sichtlich stolz präsentierten sie ihre Ergebnisse den Besuchern. Auch das Lesen mit einem Mikrofon gelang den Schülern nach vorherigem Übungen leicht. Die anfängliche Aufregung der Schüler legte sich schnell, sobald sie zu lesen begannen. Alle Zuhörer waren erstaunt darüber, wie viel und wie gut die Kinder schon nach nur drei Monaten Deutschunterricht eigene Geschichten schreiben und vorlesen konnten, ohne die exakte Rechtschreibung zu beherrschen. So erhielt unser „Lesecafé” den Charakter eines Festes, bei dem es leckeres Essen aus dem Topf gab. Da es allen sehr gut gefiel und den kleinen Autoren viel Spaß machte, beschlossen wir, das „Lesecafé” zur festen Einrichtung in unserer Klasse zu machen und es je nach Gegebenheit und Anlass zu wiederholen.

Lesewoche

Märchen

Projekt: „Die Lesewoche”
In der letzten Woche vor den Osterferien -April 2003- fand in der Hans-Christian-Andersen-Schule/ Neu-Isenburg für alle Klassen eine Lesewoche statt. So planten und organisierten wir unterschiedliche Angebote, wie eine Bücherrallye, eine Bücherschätzstation, versch. Bastelangebote zum Thema „Buch”, aber auch den Besuch einer Märchenerzählerin, bei welchem sich die Kinder selbst als Akteure einbringen konnten und verkleidet mitspielen durften. In den 3. und 4. Klassen wurde ein Buchautor eingeladen. Dieser veranstaltete eine Lesung mit anschließender Fragerunde. Trotz aller Aktion hatten die Kinder täglich genügend Zeit zum Lesen ihres mitgebrachten Lieblingsbuches. Dafür wurde jedes Klassenzimmer so gemütlich wie möglich mit Kissen, Decken, Liegestühlen . . . hergerichtet.
Auch die 1. Schuljahre nahmen aktiv an der Projektwoche teil. Mit meiner 1. Klasse gestalteten ich zusammen Körperplakate. Dazu zeichneten sich die Schüler mit gegenseitiger Hilfe auf einem Tapetenstück nach. Die Umrisse wurden ausgeschnitten. Der „Körper” des Kindes wurde gefüllt mit Einzelheiten über seinen Lieblingsbuch, welches es in der Lesewoche las. Präsentiert wurden die Körperplakate bei der gemeinsamen Abschlussfeier der Projektwoche. Da die Lesewoche große Begeisterung bei Schülern, Eltern und Lehrern hervorrief, planten wir, jedes Schuljahr eine Lesewoche stattfinden zu lassen.

Projekt: „Der Lesekönig”
Während der Projektwoche führte ich den „Lesekönig” ein. Er besteht aus einer beidseitig kopierten Vorlage für die Kinder (vorne: Abbildung eines Löwen; Innenseite: Schriftzug „ . . . ist am . . . Lesekönig geworden”). Generell sollten die Schüler während der Projektwoche zwar leise für sich lesen, dennoch wollte ich das Vorlesen weiter üben bzw. automatisieren. Hierzu konnte sie nach vorherigem Üben auch eine kurze Passage aus ihrem Buch der Klasse vorlesen, wofür sie einen Stempel in ihrem „Lesekönig” bekamen. „Lesekönig” wird derjenige, der zehn Stempel in seinem Vordruck gesammelt hat. Der „Lesekönig” ist als eine langfristig angelegte Aktion geplant, bei welcher die Kinder immer wieder zum Lesen motiviert werden sollen. Er wird in der 2. Klasse ebenfalls fortgeführt, wie auch in veränderter Form in Klasse 3 und 4.

Projekt: „Die Schreibwerkstatt”
Im Schuljahr 2002/ 2003 unterrichtete ich (B. Oliß) eine 2. Klasse im Fach Deutsch. Das freie Schreiben sollte in diesem Schuljahr eine wichtige Rolle spielen. Unser erstes Schreibprojekt war ein Weihnachtsbuch zu schreiben. Jedes Kind hatte ein DIN A5 Heft, welches von außen frei gestaltet werden konnte. Das Buch hieß: Weihnachtsgeschichte von „Paula und dem Stern” geschrieben von ____________.
Jeder Schüler bekam ab dem 1. Dezember an jedem Tag ein kleines Bild von Paula. Auf diesen Bildern erlebt Paula natürlich die abenteuerlichsten Sachen. Mal liegt sie faul auf einem Sessel, schaut aus dem Tür auf den schönen Sternenhimmel, sieht eine Sternschnuppe, fliegt mit einem Raumschiff ins Weltall, trifft auf einem fremden Planeten einen Außerirdischen, bastelt Sterne oder sitzt vor dem Weihnachtsbaum mit dem Stern und freut sich. Das Bild wurde auf eine Seite in das Buch eingeklebt und auf die gegenüberliegende Seite schrieben die Schüler dazu gleich eine kleine Geschichte. So schrieben sie jeden Tag ein Kapitel für das Buch. Insgesamt 15 kleine Abenteuer erlebte Paula im Weihnachtsbuch. Nachdem die erste Hemmschwelle überwunden war, brachten die Kinder ihre Fantasie gut zu Papier. So entstand ein sehr schönes und oft witziges Weihnachtsbuch, welches ein Geschenk für die Eltern war.
Ein weiteres Schreibprojekt war eine Weitergeb – Geschichte zu schreiben. Dabei spielten drei bis fünf Kinder zusammen. Alle lasen zuerst den vorgegebenen Anfang der Geschichte. Dann schrieb das erste Kind einen Satz dazu und gab das Blatt weiter. So schrieb jeder nur einen Satz. Allerdings musste jedes Kind vorher den vorangegangenen Satz erst lesen, damit der nächste Satz auch zur Geschichte passte. Nach ein oder zwei Runden war die Geschichte zu Ende. Zu Beginn übten wir es gemeinsam in der Klasse an einigen Bespielen, bevor in den einzelnen Gruppen gearbeitet werden konnte. Dabei entstanden richtige Geschichten mit einer fortlaufenden Handlung.
Unser drittes Schreibprojekt war eine Bildergeschichte, eine besondere Bildergeschichte. Jeder Schüler hatte 4 Bilderrahmen zur Verfügung. Aufgabe war es, sich eine Person oder ein Tier auszuwählen. Diese Figur sollte ein kleines Abenteuer erleben. Danach druckten die Schüler mit Wasserfarben und ihrem Daumen die Figur in jedes Bild. Mit Buntstift oder Bleistift gestalteten sie jedes Bild und es entstanden vier kleine Szene. Erst im Anschluss gaben die Kinder der Figur einen Namen und schrieben eine kleine Geschichte dazu.
So entstanden im Laufe des Schuljahres einige lustige, interessante und originelle Geschichten, die den Kinder viel Freude und Spaß gemacht haben.

Projekt: „Der Lese(s)pass”
Anfang der 2. Klasse führte ich den „Lese(s)pass” ein. Er besteht aus einer beidseitig kopierten Vorlage für die Kinder. In der Innenseite steht folgender Text: „Jeder Schüler, der zehnmal 10 ( 15 ) Minuten laut liest, darf dafür einmal in die Überraschungsbox greifen. Die Eltern bestätigen jede Leseleistung durch ihre Unterschrift. Danke!”. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine Tabelle mit Datum und Unterschrift. Wichtig für mich war das laute Lesen, da die Kinder in Unterricht noch sehr leise vorlesen. Aber auch das betonte Lesen sollte geübt werden.

Die Projekte wurden von den folgenden Kolleginnen durchgeführt:
Bärbel Oliß und Susanne Völker

Surftipp: bei Veranstaltung können Kinder mit Kinderanzug vorkommen.

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