Ostring, 65824 Schwalbach / Ts.
Evaluation des Projekts
Um die Welt in 40 Minuten
der an der Fortbildung „Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen
der Georg-Kerschensteiner-Schule
im Schuljahr 2003/2004
1. Beschreibung des Projekts Anhand der Erarbeitung der vier Kontinente Afrika, Asien, Australien und Amerika sollen die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Jahrgänge verschiedene Kulturen aus aller Welt kennen lernen. Mit Hilfe des Kulturmobils haben fünf Kolleginnen das Theaterprojekt „In 40 Minuten um die Welt” erarbeitet, welches als Abschluss der Schulprojektwoche aufgeführt werden sollte. Beteiligt an der Durchführung waren vier Klassenlehrerinnen mit zwei Klassen aus der ersten Jahrgangsstufe und zwei aus der vierten, davon eine Integrationsklasse, sowie eine Kollegin mit Schwerpunkt Musik. Dazu wurden vier jahrgangsübergreifende Projektgruppen gebildet, in die sich die Schüler und Schülerinnen einwählen konnten. Innerhalb dieser Gruppen wurden kurze szenische Sequenzen erarbeitet. Mit Hilfe einer Rahmenhandlung sollten die Ergebnisse aus den Projektgruppen unter Einbeziehung des noch fehlenden Kontinents Europa zusammengefügt werden. Als Grundidee für die Rahmenhandlung dient die „Wetten dass …!!”-Show. Vier Kandidaten werden mit folgender Wette konfrontiert:
- „Wetten, dass sie es nicht schaffen innerhalb von 40 Minuten von jedem Schulranzen ein Puzzelteil mitzubringen!”
Bei den Kandidaten handelt es sich um zwei Engländerinnen und zwei Franzosen, welche nun innerhalb des Theaterstückes die verschiedenen Kontinente bereisen, in die erarbeiteten Szenen hereinplatzen oder deren Gast werden und sich dort das jeweilige Puzzleteil holen müssen. Nach der Bereisung der vier Kontinente kehren sie erschöpft ins Fernsehstudio zurück und glauben die Wette gewonnen zu haben, aber das Puzzleteil von Europa fehlt. Nach großer Aufregung zieht eine der Engländerinnen ihre Jacke aus, worin sich das noch fehlende Puzzleteil befindet. Die Wette ist somit für die Moderatoren verloren und sie müssen ihren Wetteinsatz einlösen und das Schulfest der Georg-Kerschensteiner-Schule besuchen. (Nähere Informationen zum Ablauf des Theaterstückes sind dem Ablaufplan zu entnehmen.) 2. Ziele des Projekts
- Kenntnisse
Die Schülerinnen und Schüler sollen den jeweiligen Kontinent mit seiner Kultur kennen lernen und erste Eindrücke über landestypische Bräuche gewinnen. Innerhalb der Projektgruppe erarbeiten die Schülerinnen und Schüler kurze szenische und/oder musikalische Sequenzen für die spätere Aufführung. Erste Erfahrungen im Darstellenden Spiel sollen gemacht werden. - Fähigkeiten / Fertigkeiten
Die Schülerinnen und Schüler lernen andere Sitten und Gebräuche kennen, arbeiten an der Kostümgestaltung mit und entwickeln in Kooperation mit den Lehrerinnen die jeweiligen Szenen weiter und bringen eigene Ideen ein. - Haltungen / Einstellungen
Durch die bereits vorhandene Vielfalt an Kulturen an der Georg-Kerschensteiner-Schule wird das Blickfeld der Kinder erweitert und die Neugier auf ihnen bislang fremde Kulturen wird geweckt. Dadurch soll ein akzeptabler Umgang miteinander und mit fremden Kulturen angeregt werden. - Methodisches Vorgehen
Mit der Arbeit in den Gruppen wurde bereits vor den Osterferien begonnen, intensiviert wurde diese in der Projektwoche im Mai 2004.
Die Erarbeitung der einzelnen Kontinente erfolgt gruppenintern, ebenso die Erarbeitung der jeweiligen Szene. Die Verzahnung der Einzelelemente mit Hilfe der Rahmengeschichte erfolgt in der gemeinsamen Probenarbeit. Aufgrund personeller und organisatorischer Strukturen konnte das Kennenlernen der jeweiligen Kultur nur begrenzt stattfinden. Die Erarbeitung des Theaterstückes stand somit im Vordergrund. - Dokumentations-/ Präsentationsformen
Die Präsentation erfolgte beim Schulfest am Ende der Schulprojektwoche in Form einer Theateraufführung aller beteiligten Gruppen. Eine Videoaufzeichnung und verschiedene Fotos dienen als weitere Dokumentationsformen.
3. Erfolgskriterien Das Ziel einer gelungenen Aufführung beim Schulfest wurde zur Zufriedenheit aller Beteiligten und Gäste erreicht.
Das soziale Miteinander der Erst- und Viertklässler wurde über die Dauer des Projektes hinaus gefördert.
Evaluation des Projekts
Cirque International
der an der Fortbildung „Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen
der Georg-Kerschensteiner-Schule
im Schuljahr 2002/2003
1. Beschreibung des Projekts Auf Grund der Tatsache, dass die ursprüngliche Projektleitungsgruppe aus verschiedenen Gründen nicht zustande kommen konnte und dadurch bedingt die zeitlichen Planungsmöglichkeiten der neuen Verantwortlichen (Marion Gieseking, Stefanie Kröner, Claudia Seng und Ellen Tomkowitz) sehr begrenzt war, musste das vorliegende Projekt wie folgt umgestaltet werden: Der zeitliche Rahmen und die wetterbedingten Umstände ließen die Nutzung des Außengeländes nur sehr eingeschränkt für Einzelproben zu. Der Großteil der Vorbereitung und die abschließende Projektpräsentation in Form einer Schulaufführung fanden in der schuleigenen Turnhalle statt. Einzelne Gestaltungsphasen (Kulissen und Kostüme) wurden in die Klassenräume ausgelagert. Wegen der geänderten Personalkonstellation hatten wir uns dafür entschieden, den Schwerpunkt auf den Bereich Sport zu legen. Die Kinder sollten dabei ihre bereits vorhandenen Kenntnisse anwenden und erweitern. Gestalterische Elemente fanden bei der Manegen- und Plakatgestaltung Berücksichtigung.
Gemeinsam wurde ein Einzugs- und Abschlusslied eingeübt. Die einzelnen Programmpunkte wurden mit Musik untermalt, die Kinder mussten lernen sich zu und mit der Musik zu bewegen. Daraus resultierend ergab es sich, dass der zuvor gewählte Schwerpunkt (internationale Spiele, Bräuche, Bücher) nicht als solcher Inhalt der Projektwoche sein konnte. Die Planungsgruppe entschied sich in Absprache mit den Kindern dafür, ein Zirkusvorstellung mit hauptsächlich akrobatischen Elementen zu erarbeiten. Teilnehmer des Zirkusprojektes waren Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 3 und 4, losgelöst von ihren Klassenverbänden. Im Rahmen der Projektwoche hatten die Kinder der Georg-Kerschensteiner-Schule die Möglichkeit sich in verschiedene Projektgruppen einzuwählen, unter anderem das hier vorgestellte Projekt Cirque internationale. Bei der Konzepterarbeitung in den einzelnen Kleingruppen wurden wir vom KulturMobil unterstützt. 2. Ziele des Projekts Es war unser Ziel am Ende der Projektwoche eine Schulaufführung in Form einer Zirkusvorstellung inklusive eines Manegenaufbaus zu realisieren. [...]
| Arbeit mit allen Zirkus-Kindern | Arbeit in der Kleingruppe |
| Montag, 5. Mai 2003 | Montag, 5. Mai 2003 |
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Reifenakrobaten |
| Dienstag, 6. Mai 2003 | Dienstag, 6. Mai 2003 |
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Singen des Zirkusliedes
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übungen usw. Choreografie für „Die bunten Vögel” |
| Mittwoch, 7. Mai 2003 | Mittwoch, 7. Mai 2003 |
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| Donnerstag, 8. Mai 2003 | Donnerstag, 8. Mai 2003 |
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Warteraum für die Artisten |
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| Freitag, 9. Mai 2003 | Freitag, 9. Mai 2003 |
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| 15.15 Uhr Aufführung des Georg-Kerschensteiner-Zirkus |
Die bunten Vögel Clowns Akrobaten Clowns Löwen Reifenakrobaten |
Zu jedem Zeitpunkte der Projektwoche war es uns ein Anliegen, die Kinder möglichst aktiv zu beteiligen. So wurden zum Beispiel die Zirkusdirektoren und der Zirkusname demokratisch von den Kindern gewählt. Dies hatte eine gegenseitige Akzeptanz untereinander zur Folge und stärkte das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der neu gestalteten Gruppen. Darüber hinaus konnten die Kinder aus verschiedenen Programmpunkten für die Aufführung wählen. Die Entscheidung fiel auf die schon im Tagebuch vorgestellten Punkte:
- Jonglieren mit Bällen (Die Ballkönige)
- Jonglieren mit Tüchern (Die bunten Vögel)
- Reifen-Akrobaten
- Löwen-Dressur
- Clowns
- Pyramiden Akrobatik.
Während der einzelnen Übungsphasen bestand die Möglichkeit die Turnhalle zu teilen, beziehungsweise mit einzelnen Gruppen auf dem Außengelände zu üben. Der gemeinsame Morgenkreis mit dem einstudierten Zirkuslied „Ich möcht’ mit einem Zirkus zieh’n” und das gemeinsame Proben am Ende des Vormittags bildeten Rahmen, in welchem die einzelnen Übungsteile ihren Platz erhielten. In den jeweiligen Kleingruppen hatten die Kinder die Möglichkeit, ihre Vorkenntnisse und Fähigkeiten einzubringen und zum Erfolg zu führen. Dabei war es von großer Wichtigkeit, dass die Kinder kooperativ miteinander arbeiteten und sich gegenseitig akzeptierten. In der Regel gelang es den Gruppen, dies selbständig durch zu führen, gegebenenfalls mit Unterstützung der Lehrkräfte.
Da es galt eine gemeinsame Zirkusaufführung zu gestalten, hat sich die Planungsgruppe in Absprache mit den Kindern dazu entschieden, die noch zu Beginn der Projektwoche recht isolierten Arbeitsgruppen durch immer intensivere gemeinsame Proben zusammen zu führen.
Konsequenz aus dieser Probenarbeit war, dass die Kinder gelernt haben einander zuzusehen und konstruktive Kritik zu äußern.
Die Kulissen und Plakate wurden von den Kindern gemeinsam erstellt. Die Auf- und Abbauten zwischen den einzelnen Zirkus-Programmpunkten wurden von den Kindern untereinander organisiert und schulte sie somit in ihrer Selbstständigkeit und der gegenseitigem Hilfsbereitschaft; sie lernten Verantwortung für das Projekt zu übernehmen. Darüber hinaus ist festzustellen, dass eventuelle motorische Beeinträchtigungen einzelner Kinder von der Gruppe mit großem Erfolg aufgefangen wurden. Dies zeigt auch die abschließende Präsentation in Form der Zirkusaufführung. Die Aufführung war für alle Kinder ein großer persönlicher und gleichzeitig gemeinschaftlicher Erfolg, was sich auch in der Publikumsresonanz ausdrückte.
Das von uns erstellte Projektbuch dokumentiert den Ablauf und den Präsentationstag der Projektwoche. Die Präsentation wurde zudem auf Video festgehalten. Zusammenfassend ist zu bemerken, dass zwar ursprünglich eine andere Planung vorhanden war, die letztendlich durchgeführte Projektreallsation jedoch erfolgreich zum Abschluss geführt wurde.
Die Kinder haben im Rahmen der Projektwoche nicht nur künstlerische und sportliche Elemente verbessern, beziehungsweise neu erlernen können, sondern auch ihren sozialen Umgang untereinander geschult und somit verbessert.