die rollende didaktische Werkstatt. Ein Fortbildungs- und
Beratungservice des Hessischen Kultusministeriums
Über Kultur Mobil Hessen --!>
Aktuelle Information zum Workshopangebot --!>
Ein neues Workshopprogramm für das Schuljahr 2008 / 2009 ist fertig und wird zurzeit an die Schulen versandt. Es kann auch hier unter dem Menü das angebot aufgerufen werden. Ich bin beständig bemüht, die Einsatzschulen sowie die von uns vereinbarten Workshopeinsätze auf dem aktuellen Stand zu halten. Bei entsprechend markierten WS sind auch individuelle Anmneldungen möglich. Siehe dazu . . .
Alfred-Delp-Schule --!>
Auf der Leer 10, 64807 Dieburg
E-Mail
Bericht über die Unterrichtsprojekte der an der Fortbildung
„Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen und Kollegen
der Alfred-Delp-Schule
im Schuljahr 2003/2004
Kulturmobil Kultur mobil die Matinée und das Programm
|
Bericht über die Unterrichtsprojekte der an der Fortbildung
„Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen und Kollegen
der Alfred-Delp-Schule
im Schuljahr 2002/2003
Seit dem Sommer 2002 nimmt die Alfred-Delp-Schule mit den Kollegen und Kolleginnen Carolin Bungert, Horst Kirchhöfer, Rolf Peters und Antje Kirstein an dieser Fortbildung mit dem Ziel teil, die schon bestehende Kulturelle Praxis an unserer Schule zu stärken und durch neue kreative Elemente zu ergänzen. Eine gemeinsame Fortbildung mit Kollegen der Max-Beckmann-Schule in Frankfurt sowie ein dreitägiges Seminar in Weilburg, mit Kollegen aus allen Schulstufen brachten interessante Einblicke in den Bereich der Kulturellen Praxis an anderen Schulen in Hessen. In Zusammenarbeit mit den Teamern des KulturMobils wurden an der ADS im letzten Schuljahr vier Projekte entwickelt: Horst Kirchhöfer erhielt Unterstützung im Bereich szenische Darstellung für die mit seinem Kunst-Leistungskurs geplante Präsentation unter dem Motto „Blau-Rot-Gelb”, in der sich die Schüler mit unterschiedlichsten Techniken aus allen Richtungen diesen Farben annäherten.
Die Vorführung, an der alle Schüler der Jahrgangsstufe 12 teilnahmen, wurde zu einem beeindruckenden Erlebnis. Carolin Bungert und Rolf Peters beschäftigten sich im Rahmen der von der Aktion „Gesicht Zeigen” organisierten Internationalen Woche gegen Rassismus in ihren Deutschkursen mit Gedichten und kurzen Prosatexten zum Thema Ausländerfeindlichkeit und Rassismus. Paul Pfeffer vom KulturMobil wurde zu einem ganztägigen Seminar eingeladen und entwickelte mit den Schülern in der kurzen Zeit so interessante Möglichkeiten der szenischen Interpretation und Darstellung, dass die Schulleitung eine Unterrichtsstunde zur Verfügung stellte, damit die Ergebnisse der gesamten Jahrgangsstufe 12 vorgestellt werden konnten. Der vor allem auch zum Nachdenken anregende Beitrag der Deutschkurse zur Aktion „Gesicht Zeigen” wurde ergänzt durch Plakate und Installationen zum Thema, die Ergebnis einer Unterrichtsreihe in der Jahrgangsstufe 12 im Fach Kunst waren. Zum Ende des Schuljahres präsentierten Carolin Bungert und Jürgen Walz in einer Abendveranstaltung Ergebnisse eines zweitägigen Workshops, die zeigten, welche kreativen Möglichkeiten es gibt, sich Werken der Bildenden Kunst anzunähern. Eigene Texte, Standbilder und szenische Darstellungen, vorbereitet von Schülern der Jahrgangsstufe 11 eröffneten neue Zugänge zu bekannten Kunstwerken an den unterschiedlichsten Orten in unserem Schulgebäude. Die Schreibwerkstatt von Carolin Bungert und Antje Kirschstein erhielt durch das KulturMobil wertvolle Impulse, durch die sowohl die Feier zum 10 -jährigen Jubiläum unseres Schulfördervereins „INITIATIVE” als auch die diesjährige Feier zur Entlassung der Abiturienten durch kreative Textbeiträge bereichert wurden. Insgesamt ein erfolgreicher Ansatz einer Fortbildungsmaßnahme, die in diesem Schuljahr mit alten und neuen Kräften weitergeführt werden wird.
Rudolf-Koch-Schule --!>
Schlossstraße 50, 63065 Offenbach
Ein Abend voller Überraschungen
Bericht über das Unterrichtsprojekt
der an der Fortbildung „Kulturelle Praxis” beteiligten Kollegen
der Rudolf-Koch-Schule
im Schuljahr 2002/2003
Ein vielfältiges und spannungsreiches Programm war versprochen und mit dem Begriff „kultpur” hatten die Organisatoren für sich und die Schule einen hohen Anspruch gesetzt. Dabei war es doch ein Experiment, dass die „Projektgruppe KulturMobil” austesten wollte: Möglichst viele Schüler und möglichst alle Fächer sollten an einem Kulturtag beteiligt sein. Über einen Kunstgriff, das gemeinsame Thema „Kettenreaktionen”, waren denn auch viele verschiedene Zugangsweisen eröffnet.
| „Oh happy day” schmetterten die Solistin Elvira Stoll und der Oberstufenchor „RKSounds” am Donnerstag Abend den etwa 400 Gästen in der Rudolf-Koch-Schule zu und verstärkten noch einmal das Singen und Klatschen, das zuvor über die Stücke aus „Grease” und den „Bluesbrothers” von der Bühne in den Saal übergeschwappt war. |
Der angekündigte „Abend voller Überraschungen” hielt sein Versprechen. Vielfältig waren die Spannungsbögen, die sich durch den Abend zogen. Bunte Papierflieger (die Klasse 5b hatte sie gefaltet und gute Wünsche darauf geschrieben) segelten über das Publikum und eröffneten den Abend als bunten Augenschmaus. Die Musik-AG des Jahrgangs 5, eine kleine Bigband mit vielen unterschiedlichen Instrumenten bot den ersten von vielen noch kommenden Hörgenüssen. Musik in vielfältigen Variationen zog sich ab jetzt als ein Schwerpunkt weiter durch das Abendprogramm.: Jenica Gomolka und Nassira El-Jazid Gesang begleitet von Christoph Kaschky (8.Kl.) Elisabeth Drescher (11.Klasse) und ihre Musiklehrerin, Frau Santamaria schlugen mit Querflöte und Konzertgitarre leisere Töne an, die ein konzentriertes und genaueres Hinhören erforderten. Zwei selbst verfasste Gedichte trug Christian Küpper vor (Jg.12) Ein feines Stück waren die „Vogelstimmen”, ein spannendes Zusammenspiel aus lyrischen Texten (Christoph Marutschke) und einer zeitgenössischen Komposition für Blockflöte (Elisabeth Drescher, beide 11d).
| Kräftiger ging es dann schon bei den Rap-Nummern zur Sache. Während Sana Azdoufal, Valjbone Imeri und Selcan Yigit aus der 7.Klasse sehr engagiert und ohne Begleitung ihr Lied von der Toleranz vortrugen, kamen bei Ali Bahij und Shahab Uddin (beide 11b) Elemente von Professionalität zum Vorschein. Ein botanisches Minimusical präsentierten Melanie Rinn, Johanna Schön, Jaqueline Eigner, Bea Müller, Lydia Pfaff und Marco Russo aus der Theater-AG der Rudolf-Koch-Schule. |
Dass Kettenreaktionen als Bewegung dargestellt werden können, zeigten acht Mädchen aus den Jahrgängen 7 -11 (Sadaf Afzal, Hassna Arronj, Sana Azdoufal, Zahide Bukmez, Nassira El-Yazid, Tatjana Schäfer und Ronak Soleimani) mit arabischen Tänzen sowie Angelo Alemanno und Veronika di Fede (Klasse
mit drei lateinamerikanischen Tanznummern. Goethe hat mit dem „Zauberlehrling” eine literarische Kettenreaktion in Gang gesetzt, die vom Kurs Darstellendes Spiel des Jahrgangs 11 aufgegriffen und szenisch gekonnt umgesetzt wurde. Dass eine Kette nur so stark ist wie ihr schwächstes Glied, zeigte eine kleine akrobatische Nummer der Klasse 10a recht lustig. Selbst ein als Kette inszenierter Staffel-Wett-Lauf zwischen Schülern und (viel schnelleren Lehrkörpern!!) passte ins Programm und gab ihm einen besonderen Farbtupfer. An zwei Beispielen aus der alltäglichen Unterrichtsarbeit spiegelte sich das Rahmenthema recht eindrucksvoll: Aus der Unterrichtsreihe „Körpersprache” und der Tätigkeit als Klassenmentoren organisierte Irini Sidira eine Modenschau mit ihrer 10. Klasse und der Klasse 5b. Eine „echte” doppelte Kettenreaktion präsentierte der Ökologie-Kurs des Jahrgangs 12. Über eine Powerpoint-Präsentation – ursprünglich war es ein Gruppenreferat! – liefen im Licht der Abenddämmerung Bilder vom Elbhochwasser des letzten Jahres. Auf der Bühne drohte ein Haus zu versinken. Quer durch die Aula bildeten Schüler eine Menschenkette, die Sandsäcke stapelten, um Blockhaus und Bewohner zu retten. Mit dem Hinweis auf die landesweite Kettenreaktion der Hilfe schloss diese beeindruckende Erinnerung an ein schlimmes Ereignis der unmittelbaren Vergangenheit. Am Schluss bedankten sich die Organisatoren des „KultPur-Abends” beim Hausmeister, Herrn Jager und Sascha Drescher (11d) für die tatkräftige Unterstützung bei Aufbau und Technik. Ein ganz besonderer Dank ging an die beiden Moderatoren: Jaqueline Eigner und Denis Wochner verbanden als Clowns bzw. als Rose und Blattlaus gekonnt und liebevoll die Programmpunkte. Dabei wurde das Thema „Kettenreaktion” im Sinne von Kommen und Gehen ganz deutlich: Jaqueline hat erfolgreich die Abitur-Prüfung abgelegt und Denis ist ein Schüler der neu begonnen Jahrgangsstufe 5, der in acht Jahren sein Abitur machen wird.
Ludwig-Erhard-Schule --!>
Hans-Böckler-Straße 1, 65199 Wiesbaden
E-Mail
| Vorstellung des Projekts Die Ludwig-Erhard-Schule ist eine Haupt- und Realschule mit Förderstufe, die sich momentan im einem zweijährigen Umstrukturierungsprozess befindet, da eine Umwandlung zur Integrierten Gesamtschule geplant ist. Die Schule hat ungefähr 500 Schüler und einen hohen Ausländeranteil von ca. 80%. Sie befindet sich in einem sozialen Brennpunkt. In ihrer privaten Umgebung kommen die Schüler in der Regel nicht mit Kultur in Berührung. Im Schuljahr 2005 / 2006 hat die Schule im Rahmen der Fortbildung des Kulturmobils folgende Projekte in Angriff genommen: a) „Zeitreise” Dieses Projekt schloss an das Projekt des vorherigen Schuljahres (2004 / 2005) an, das unter dem Motto „Eine Schule geht ins Museum” stand. So wurde auch in diesem Schuljahr per Konferenzbeschluss einstimmig beschlossen, in verschiedene Museen zu gehen. Folgende Museen wurden dabei ausgewählt:
Der Projekttitel „Zeitreise” hängt mit den unterschiedlich geschichtlichen Epochen zusammen, die es in den verschiedenen Museen zu sehen gab.
Zwei Tage Proben auf der großen Bühne im Staatstheater! |
Georg-Kerschensteiner-Schule --!>
Ostring, 65824 Schwalbach / Ts.
Evaluation des Projekts
Um die Welt in 40 Minuten
der an der Fortbildung „Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen
der Georg-Kerschensteiner-Schule
im Schuljahr 2003/2004
1. Beschreibung des Projekts Anhand der Erarbeitung der vier Kontinente Afrika, Asien, Australien und Amerika sollen die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Jahrgänge verschiedene Kulturen aus aller Welt kennen lernen. Mit Hilfe des Kulturmobils haben fünf Kolleginnen das Theaterprojekt „In 40 Minuten um die Welt” erarbeitet, welches als Abschluss der Schulprojektwoche aufgeführt werden sollte. Beteiligt an der Durchführung waren vier Klassenlehrerinnen mit zwei Klassen aus der ersten Jahrgangsstufe und zwei aus der vierten, davon eine Integrationsklasse, sowie eine Kollegin mit Schwerpunkt Musik. Dazu wurden vier jahrgangsübergreifende Projektgruppen gebildet, in die sich die Schüler und Schülerinnen einwählen konnten. Innerhalb dieser Gruppen wurden kurze szenische Sequenzen erarbeitet. Mit Hilfe einer Rahmenhandlung sollten die Ergebnisse aus den Projektgruppen unter Einbeziehung des noch fehlenden Kontinents Europa zusammengefügt werden. Als Grundidee für die Rahmenhandlung dient die „Wetten dass …!!”-Show. Vier Kandidaten werden mit folgender Wette konfrontiert:
- „Wetten, dass sie es nicht schaffen innerhalb von 40 Minuten von jedem Schulranzen ein Puzzelteil mitzubringen!”
Bei den Kandidaten handelt es sich um zwei Engländerinnen und zwei Franzosen, welche nun innerhalb des Theaterstückes die verschiedenen Kontinente bereisen, in die erarbeiteten Szenen hereinplatzen oder deren Gast werden und sich dort das jeweilige Puzzleteil holen müssen. Nach der Bereisung der vier Kontinente kehren sie erschöpft ins Fernsehstudio zurück und glauben die Wette gewonnen zu haben, aber das Puzzleteil von Europa fehlt. Nach großer Aufregung zieht eine der Engländerinnen ihre Jacke aus, worin sich das noch fehlende Puzzleteil befindet. Die Wette ist somit für die Moderatoren verloren und sie müssen ihren Wetteinsatz einlösen und das Schulfest der Georg-Kerschensteiner-Schule besuchen. (Nähere Informationen zum Ablauf des Theaterstückes sind dem Ablaufplan zu entnehmen.) 2. Ziele des Projekts
- Kenntnisse
Die Schülerinnen und Schüler sollen den jeweiligen Kontinent mit seiner Kultur kennen lernen und erste Eindrücke über landestypische Bräuche gewinnen. Innerhalb der Projektgruppe erarbeiten die Schülerinnen und Schüler kurze szenische und/oder musikalische Sequenzen für die spätere Aufführung. Erste Erfahrungen im Darstellenden Spiel sollen gemacht werden. - Fähigkeiten / Fertigkeiten
Die Schülerinnen und Schüler lernen andere Sitten und Gebräuche kennen, arbeiten an der Kostümgestaltung mit und entwickeln in Kooperation mit den Lehrerinnen die jeweiligen Szenen weiter und bringen eigene Ideen ein. - Haltungen / Einstellungen
Durch die bereits vorhandene Vielfalt an Kulturen an der Georg-Kerschensteiner-Schule wird das Blickfeld der Kinder erweitert und die Neugier auf ihnen bislang fremde Kulturen wird geweckt. Dadurch soll ein akzeptabler Umgang miteinander und mit fremden Kulturen angeregt werden. - Methodisches Vorgehen
Mit der Arbeit in den Gruppen wurde bereits vor den Osterferien begonnen, intensiviert wurde diese in der Projektwoche im Mai 2004.
Die Erarbeitung der einzelnen Kontinente erfolgt gruppenintern, ebenso die Erarbeitung der jeweiligen Szene. Die Verzahnung der Einzelelemente mit Hilfe der Rahmengeschichte erfolgt in der gemeinsamen Probenarbeit. Aufgrund personeller und organisatorischer Strukturen konnte das Kennenlernen der jeweiligen Kultur nur begrenzt stattfinden. Die Erarbeitung des Theaterstückes stand somit im Vordergrund. - Dokumentations-/ Präsentationsformen
Die Präsentation erfolgte beim Schulfest am Ende der Schulprojektwoche in Form einer Theateraufführung aller beteiligten Gruppen. Eine Videoaufzeichnung und verschiedene Fotos dienen als weitere Dokumentationsformen.
3. Erfolgskriterien Das Ziel einer gelungenen Aufführung beim Schulfest wurde zur Zufriedenheit aller Beteiligten und Gäste erreicht.
Das soziale Miteinander der Erst- und Viertklässler wurde über die Dauer des Projektes hinaus gefördert.
Evaluation des Projekts
Cirque International
der an der Fortbildung „Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen
der Georg-Kerschensteiner-Schule
im Schuljahr 2002/2003
1. Beschreibung des Projekts Auf Grund der Tatsache, dass die ursprüngliche Projektleitungsgruppe aus verschiedenen Gründen nicht zustande kommen konnte und dadurch bedingt die zeitlichen Planungsmöglichkeiten der neuen Verantwortlichen (Marion Gieseking, Stefanie Kröner, Claudia Seng und Ellen Tomkowitz) sehr begrenzt war, musste das vorliegende Projekt wie folgt umgestaltet werden: Der zeitliche Rahmen und die wetterbedingten Umstände ließen die Nutzung des Außengeländes nur sehr eingeschränkt für Einzelproben zu. Der Großteil der Vorbereitung und die abschließende Projektpräsentation in Form einer Schulaufführung fanden in der schuleigenen Turnhalle statt. Einzelne Gestaltungsphasen (Kulissen und Kostüme) wurden in die Klassenräume ausgelagert. Wegen der geänderten Personalkonstellation hatten wir uns dafür entschieden, den Schwerpunkt auf den Bereich Sport zu legen. Die Kinder sollten dabei ihre bereits vorhandenen Kenntnisse anwenden und erweitern. Gestalterische Elemente fanden bei der Manegen- und Plakatgestaltung Berücksichtigung.
Gemeinsam wurde ein Einzugs- und Abschlusslied eingeübt. Die einzelnen Programmpunkte wurden mit Musik untermalt, die Kinder mussten lernen sich zu und mit der Musik zu bewegen. Daraus resultierend ergab es sich, dass der zuvor gewählte Schwerpunkt (internationale Spiele, Bräuche, Bücher) nicht als solcher Inhalt der Projektwoche sein konnte. Die Planungsgruppe entschied sich in Absprache mit den Kindern dafür, ein Zirkusvorstellung mit hauptsächlich akrobatischen Elementen zu erarbeiten. Teilnehmer des Zirkusprojektes waren Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 3 und 4, losgelöst von ihren Klassenverbänden. Im Rahmen der Projektwoche hatten die Kinder der Georg-Kerschensteiner-Schule die Möglichkeit sich in verschiedene Projektgruppen einzuwählen, unter anderem das hier vorgestellte Projekt Cirque internationale. Bei der Konzepterarbeitung in den einzelnen Kleingruppen wurden wir vom KulturMobil unterstützt. 2. Ziele des Projekts Es war unser Ziel am Ende der Projektwoche eine Schulaufführung in Form einer Zirkusvorstellung inklusive eines Manegenaufbaus zu realisieren. [...]
| Arbeit mit allen Zirkus-Kindern | Arbeit in der Kleingruppe |
| Montag, 5. Mai 2003 | Montag, 5. Mai 2003 |
|
|
Reifenakrobaten |
| Dienstag, 6. Mai 2003 | Dienstag, 6. Mai 2003 |
|
Singen des Zirkusliedes
|
übungen usw. Choreografie für „Die bunten Vögel” |
| Mittwoch, 7. Mai 2003 | Mittwoch, 7. Mai 2003 |
|
|
|
| Donnerstag, 8. Mai 2003 | Donnerstag, 8. Mai 2003 |
|
Warteraum für die Artisten |
|
| Freitag, 9. Mai 2003 | Freitag, 9. Mai 2003 |
|
|
|
| 15.15 Uhr Aufführung des Georg-Kerschensteiner-Zirkus |
Die bunten Vögel Clowns Akrobaten Clowns Löwen Reifenakrobaten |
Zu jedem Zeitpunkte der Projektwoche war es uns ein Anliegen, die Kinder möglichst aktiv zu beteiligen. So wurden zum Beispiel die Zirkusdirektoren und der Zirkusname demokratisch von den Kindern gewählt. Dies hatte eine gegenseitige Akzeptanz untereinander zur Folge und stärkte das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der neu gestalteten Gruppen. Darüber hinaus konnten die Kinder aus verschiedenen Programmpunkten für die Aufführung wählen. Die Entscheidung fiel auf die schon im Tagebuch vorgestellten Punkte:
- Jonglieren mit Bällen (Die Ballkönige)
- Jonglieren mit Tüchern (Die bunten Vögel)
- Reifen-Akrobaten
- Löwen-Dressur
- Clowns
- Pyramiden Akrobatik.
Während der einzelnen Übungsphasen bestand die Möglichkeit die Turnhalle zu teilen, beziehungsweise mit einzelnen Gruppen auf dem Außengelände zu üben. Der gemeinsame Morgenkreis mit dem einstudierten Zirkuslied „Ich möcht’ mit einem Zirkus zieh’n” und das gemeinsame Proben am Ende des Vormittags bildeten Rahmen, in welchem die einzelnen Übungsteile ihren Platz erhielten. In den jeweiligen Kleingruppen hatten die Kinder die Möglichkeit, ihre Vorkenntnisse und Fähigkeiten einzubringen und zum Erfolg zu führen. Dabei war es von großer Wichtigkeit, dass die Kinder kooperativ miteinander arbeiteten und sich gegenseitig akzeptierten. In der Regel gelang es den Gruppen, dies selbständig durch zu führen, gegebenenfalls mit Unterstützung der Lehrkräfte.
Da es galt eine gemeinsame Zirkusaufführung zu gestalten, hat sich die Planungsgruppe in Absprache mit den Kindern dazu entschieden, die noch zu Beginn der Projektwoche recht isolierten Arbeitsgruppen durch immer intensivere gemeinsame Proben zusammen zu führen.
Konsequenz aus dieser Probenarbeit war, dass die Kinder gelernt haben einander zuzusehen und konstruktive Kritik zu äußern.
Die Kulissen und Plakate wurden von den Kindern gemeinsam erstellt. Die Auf- und Abbauten zwischen den einzelnen Zirkus-Programmpunkten wurden von den Kindern untereinander organisiert und schulte sie somit in ihrer Selbstständigkeit und der gegenseitigem Hilfsbereitschaft; sie lernten Verantwortung für das Projekt zu übernehmen. Darüber hinaus ist festzustellen, dass eventuelle motorische Beeinträchtigungen einzelner Kinder von der Gruppe mit großem Erfolg aufgefangen wurden. Dies zeigt auch die abschließende Präsentation in Form der Zirkusaufführung. Die Aufführung war für alle Kinder ein großer persönlicher und gleichzeitig gemeinschaftlicher Erfolg, was sich auch in der Publikumsresonanz ausdrückte.
Das von uns erstellte Projektbuch dokumentiert den Ablauf und den Präsentationstag der Projektwoche. Die Präsentation wurde zudem auf Video festgehalten. Zusammenfassend ist zu bemerken, dass zwar ursprünglich eine andere Planung vorhanden war, die letztendlich durchgeführte Projektreallsation jedoch erfolgreich zum Abschluss geführt wurde.
Die Kinder haben im Rahmen der Projektwoche nicht nur künstlerische und sportliche Elemente verbessern, beziehungsweise neu erlernen können, sondern auch ihren sozialen Umgang untereinander geschult und somit verbessert.
Regenbogenschule --!>
Beethovenstraße 2 – 4, 61118 Bad Vilbel
E-Mail
Bericht über das Musiktheater-Projekt
„Vom Löwen, der nicht schreiben konnte”
der an der Fortbildung „Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen
der Regenbogenschule
im Schuljahr 2003/2004
Theaterstück:
nach dem Buch von Martin Baltscheit:
„Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte” (Bajazzo Verlag) Betreuung:
Musik und Chorgesang: Patrick Briehn, Hanne Mühle
Kulisse und Kostüme: Beatrix Haupt-Jennert, Sabine Ratz
Orchester: Gisela König
Theaterarbeit: Hanne Mühle, Sabine Ratz Projektzeitrahmen:
- ca. sechs Monate,
- davon drei Tage während der Projektwoche und
- fünf zusätzliche Projekttage,
- zuzüglich vier Bühnenproben am Veranstaltungsort Es wirken mit:
Durchführung Theaterarbeit
Im Rahmen der Theaterarbeit übten wir, uns wie Tiere zu bewegen. Dabei war es wichtig zu erkennen, dass Tiere durch bestimmte Körperhaltungen und Bewegungen charakterisiert werden können. Die Hauptrollen Löwe und Löwin wurden doppelt besetzt. Wegen der Größe der Bühne und des Raumes traten manche Tiere als Tiergruppen auf (Geier, Affen, Mistkäfer), andere Tiere wurden von je zwei Kindern dargestellt (Giraffen, Nilpferd, Krokodil).
Da uns am Veranstaltungsraum nur zwei Mikrofone zur Verfügung stehen, lesen zwei Sprecher die Geschichte vor. Die „Schauspieler” müssen in Mimik und Gestik dem Text entsprechen. Die wörtliche Rede der Tiere (z.B. das Vorlesen der Briefe, das Brüllen des Löwen) übernimmt der Chor durch lautes rhythmisches Sprechen. Chorarbeit
Im Rahmen der Chorarbeit studierten wir verschiedene Lieder ein: Der Löwe ist verliebt (Eingangslied), den Wi-Wa-Wackelaffentanz, das Nilpferd Esmeralda, Das Krokodillied Kann es wirklich Liebe sein Darüber hinaus trainierte die Gruppe das gleichzeitige rhythmische Sprechen von Texten. Orchesterarbeit
Erarbeitung der Instrumentalbegleitung
1. Ausführende Kinder
15 Schülerinnen und Schüler des 3. Jahrgangs, die seit Beginn des Schuljahres an einer Fidel-AG teilnehmen, die zweimal wöchentlich stattfindet. in Schüler, der seit Beginn des Schuljahres Cello-Einzelunterricht erhält und in die Fidel-AG integriert ist.
2. Als Ouvertüre
wird dem Theaterstück eine Urwald-improvisation vorangestellt. Über einem Klangteppich von an- und abschwellenden Fideltönen werden mit unterschiedlichen Instrumenten Tiergeräusche erzeugt.
3. Erarbeitung von Tiermotiven
Jedem Tier, das im Theaterstück vorkommt, ist ein Motiv zugeordnet, das immer dann erklingt, wenn das Tier in Erscheinung tritt. Die Motive wurden an einigen Projekttagen von den Kindern selbst entwickelt. Sie haben dazu Fideln und Elementarinstrumente zur Verfügung. Zunächst probierten die Kinder im Spiel aus, wie sich die Tiere bewegen. Dann wurden Eigenschaften und Erkennungsmerkmale besprochen. Es fiel den Kindern nicht schwer, daraufhin abwechslungsreiche Motive zu erfinden, die dann bei der Zusammenarbeit mit den Schauspielern noch verfeinert wurden.
4. Im laufenden Fidelunterricht
wurde die Begleitung für 3 Lieder und ein „Briefmotiv&drquo; einstudiert. Für das Briefmotiv bekamen die Kinder Noten, die Begleitung der Lieder spielen sie ohne Noten.
Die Kinder spielen mit großer Begeisterung und sind sehr kreativ. Im Ablauf des Theaterstückes zu wissen wann und mit welchem Instrument sie spielen müssen erfordert ein hohes Maß an Konzentration. Kostüme, Masken und Kulisse
Die Kostüme wurden mit Unterstützung einiger Mütter genäht. Die Kinder knüpften aus Sackleinen und unterschiedlichen Wollen Löwenperücken. Die Löwengesichter werden geschminkt. Für das Krokodil, das Nilpferd, die Affen und die Mistkäfer wurde aus Pappmaschee Masken bzw. Rückenpanzer hergestellt.
Als Dekoration hängen auf der Bühne Netze mit Blättern. Außerdem stehen dort echte große Grünpflanzen.
Requisiten
Ein Baumstumpf als Sitzgelegenheit für die Löwin, ein Buch zum Lesen für die Löwin, Bälle für die Mistkäfer, ein großer Briefkasten, Briefpapier, ein großer Stift, Briefumschläge
Aufführungen
Bericht über die Unterrichtsprojekte
der an der Fortbildung „Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen
der Regenbogenschule
im Schuljahr 2002/2003
Im Schuljahr 2002/2003 haben wir unter anderem 3 Projekte durchgeführt, die wir hier dokumentieren.
1. Literaturprojekt:
Lese-/Schreibförderung unter Einsatz des Computers im fächerübergreifenden Unterricht der 3. und 4. Jahrgangsstufe Wir haben eine CD erstellt, die das Projektthema, den Verlauf und die einzelnen Elemente unserer gemeinsamen Arbeit dokumentiert. Sie zeigt die eindrucksvolle und gelungene Projektarbeit der beiden Schulstufen.
Festzuhalten ist,
- dass einerseits die Kinder mit ganz unterschiedlichen Zielsetzungen gelesen, geschrieben und gedichtet haben, um die einzelnen Projektbeiträge zu schaffen und
- andererseits durch das Zusammenfassen des Projektverlaufs und der Einzelergebnisse mittels PC unter Anwendung eines geeigneten Präsentationsprogrammes (Mediator 7) ein eigenes neues, „gruppenindividuelles” interaktives Lesewerk entstanden ist.
2. Schreib- / Computer-Projekt:
Unsere Zielsetzung war es, mit den Kindern gemeinsam einen Stadtteilführer auf CD-Rom herzustellen. Dafür haben die Kinder
- eigene Texte zu einem frei gewählten Themenbereich aus unserem Stadtteil geschrieben,
- passende Bilder zum Text fotografiert oder Bilder und Grafiken aus dem Internet verwendet,
- geeignete Musik bzw. Geräusche zur Unterlegung oder Bereicherung der Texte und Bilder ausgewählt,
- eine Einführung in das PC-Programm Mediator erhalten,
- eine interaktiven Buch mit Mediator selbstständig erstellt,
- den interaktiven Stadtteilführer auf CD-ROM gebrannt,
- das CD-Cover gestaltet,
- die Ergebnisse präsentiert.
3. Musik- / Kunst- / Theater-Projekt:
- Musiktheater
- unter Einbezug der schuleigenen Fidel-Instrumentalgruppe und
- des Regenbogen-Schulchors
- mit Masken- und Kulissenbau im Rahmen einer Theater-AG für die Klassen 2 bis 4
Bei unserem jährlichen Theaterstück werden die Einzelelemente der kulturellen Praxis zusammengeführt.
- Textarbeit und Drehbuch im Rahmen der Lese-/Schreiberziehung
- Musik mit schuleigenen lnstrumentalmusikern und den Musikern der Musikschule
- Gesang durch den schuleigenen Chor
- Theater und Darstellendes Spiel in der AG
- Kulissen und Kostümbau im Werk-/Kunstunterricht
Friedrich-List-Schule --!>
Brunhildenstraße 142, 65189 Wiesbaden
E-Mail
Kulturtag an der Friedrich-List-Schule Am Mittwoch, den 21. Februar 2007, fand an der Friedrich-List-Schule der erste „Kulturtag” statt. Unter dem Motto „4 x 11 = Toleranz” stellten vier der acht elften Klassen des Beruflichen Gymnasiums vielseitige und überraschende Produkte zum Thema „Toleranz” vor, die sie mit Elan und Fantasie in fächerübergreifenden Projektphasen erarbeitet hatten. Viele Beiträge befassten sich mit Problemen des Umgangs zwischen Deutschen und Ausländern, andere stellten Themen wie „Arm und Reich”, „Mobbing in der Schule” und – ganz aktuell – „Vorbehalte gegen ‚Killerspiele’” in den Vordergrund. Am Tag der Präsentation regten die Vorträge, Kurzfilme, Fotoromane und Wandzeitungen die Besucher an, sich mit dem Thema „Toleranz” in seinen vielfältigen Facetten auseinanderzusetzen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Zu Gast waren neben der Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums auch Schülerinnen und Schüler der Berufsschule und der Höheren Berufsfachschule, die ebenfalls an der Friedrich-List-Schule beheimatet sind, sowie zahlreiche Lehrkräfte. |
| zurück zum Seitenanfang |
Schulbericht Friedrich-List-Schule Wiesbaden
- Beschreibung der Projekte des Schuljahres 2005/2006
- Projekt „Fotoroman”: Gabi Fritz-Ulmer, Ulrike Schulz
- Lerngruppe: 1 Klasse BG 11, in der Gabi Fritz-Ulmer Deutsch und Ulrike Schulz Englisch unterrichtet
- Gegenstand: Fotoroman erstellen inspiriert von der gelesenen Lektüre
- Projekt „Expressionismus”: Heinz Krauss
- Lerngruppe: BG 13, Heinz Krauss leitet den Deutschkurs und den Literatur-Ergänzungskurs
- Gegenstand: verschiedene interpretative Umsetzungen des The-mas “Expressionismus” (Pflichtthema 13), z.B. Gestaltung von Texten, Collage, Videoprojekt
- Ausstellung in der Schule erfolgte im Mai 2006
- Projekt „Jugend von heute”: Kirsten Parche-Kawik, Dirk Fuhrmann
- Lerngruppe: 2 Klassen BG 11; beide Lehrer unterrichten in den Klassen Deutsch und Wirtschaft resp. Politik
- Gegenstand: produktive Auseinandersetzung mit der Ausstellung „Die Jugend von heute” in der Kunsthalle Schirn; z.B. Gestaltung von Texten, Collagen, Filmen
- Ausstellung in der Schule erfolgte im Juli 2006
- Projekt „Fotoroman”: Gabi Fritz-Ulmer, Ulrike Schulz
- Reflexion / Bewertung
- Statt des großen gemeinsamen Projekts (Kulturtag BG 11) sind meh-rere kleine Einzelprojekte – siehe oben – entstanden, die uns jeweils gut gefallen!
- sie waren hoch motiviert und haben – z.T. ganz ohne Notendruck – viel zusätzliche freiwillige Arbeit geleistet
- sie haben die Chance genutzt, sich selbst und einander als kreative, ideenreiche junge Leute zu entdecken, verborgene Talente anein-ander und bei sich selbst zu entdecken
- sie haben sich – z.T. trotz einer eher „technischen Orientierung” und eher geringer Empfänglichkeit für die Dinge der Kunst und der Literatur auf dem Weg über die eingesetzten Medien den „Kern der Sache” erschlossen
- sie haben überwiegend lustvoll gearbeitet und die Freiheiten pro-duktiv genutzt (und genossen), die sie im Rahmen der Projektarbeit hatten
- wir haben begonnen, einen „blinden Fleck” in unserem Schulprofil auszufüllen (berufliches Gymnasium, ohne Musik, ohne Kunst …)
- wir haben auf einen Bedarf der Schüler reagiert – viele von ihnen empfinden es durchaus als Mangel, dass es ein „kreatives Angebot” von Seiten der Schule schulformbedingt nicht gibt
- wir haben im Kollegium, bei der Schulleitung auf die erstaunlichen Potenziale vieler Schüler aufmerksam machen können und darauf, dass es sich lohnt, diese Potenziale aufzugreifen
- wir haben manche Kollegen neugierig gemacht und gezeigt, dass trotz aller Stressfaktoren doch manches möglich ist
- es war viel Arbeit und Energie nötig, viel Koordinationsaufwand, manchmal auch Überzeugungsarbeit, aber all das hat sich gelohnt
- wir hatten selbst viel Freude daran, dass die Projekte dank des En-gagements der Schüler ihr Eigenleben entwickelt haben
- es tut uns gut, die Schüler einmal so zu erleben, neue Facetten an ihnen zu entdecken
- die Ergebnisse haben uns darin bestärkt, dass wir auf einem guten Weg sind mit dem Vorhaben, „der Kultur” einen höheren Stellen-wert in unserer Schule zu verschaffen
- Ausblick 2006/2007
- Projektphase Ende des 1. Halbjahres bis 3 Wochen vor Ostern
- Kulturtag am Ende der Projektphase (Termin wird noch vor den Som-merferien der Abteilungsleitung bekannt gegeben)
- Motto: „Toleranz”
- Lerngruppe: gesamter Jahrgang BG 11
- der 1. Leistungsnachweis 11/2 wird projektbezogen sein
- Zeitbedarf (prospektiv):
- 1 Tag Vorbereitung für das Projektteam:
Beginn der Projektarbeit in der 2. Woche nach den Sommerfe-rien (Sondierung anhand der neuen Stundenpläne: Wer kann zu-sätzlich einbezogen werden von den Kollegen, die mit uns in der Klasse sind; erste Projektvorschläge, Abstimmung Terminpläne Schule/Projekte …) - 2 Tage Vorbereitung im Projektteam,
- 1-2 Tage Vorbereitung des Kulturtags mit den Schülern
- 1 Tag Kulturtag (Präsentation)
- 1 Tag Vorbereitung für das Projektteam:
Bedeutung der Projekte für die Schülerfür die Schulefür uns selbst
Die Projekte wurden von den folgenden Kolleginnen und Kollegen durchgeführt: Gabi Fritz-Ulmer, Ulrike Schulz, Heinz Krauss, Kirsten Parche-Kawik, Kira Berendes-Schirmer, Tanja Littig
Mehr Info: große Auswahl von Kinderartikel bei baby-land.de
Ludwig-Uhland-Schule --!>
Dreiherrnsteinplatz 3, 63263 Neu-Isenburg
E-Mail
Bericht über die Unterrichtsprojekte der an der Fortbildung
„Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen
der Ludwig-Uhland-Schule
im Schuljahr 2003/2004
Jahresschwerpunkt: THEMA ZEIT
- Gymnasium trifft Grundschule:
schulübergreifende Projekte mit dem Rudolf-Koch-Gymnasium in Offenbach - Projektwoche zum Thema Zeit
A. Gymnasium trifft Grundschule
1. Kunstprojekt : Viertklässler und Neuntklässler malen gemeinsam eine Bilderrolle
Während eines ersten gemeinsamen Treffens im Klingspormuseum in Offenbach entstand die Idee, gemeinsam zum Thema Zeit eine Bilderrolle zu bemalen. Dabei sollte jeweils eine Klasse beginnen, anschließend sollte ein Tausch stattfinden und dann die Rolle der anderen Klasse weitergemalt werden. Die jeweilige Fertigstellung erfolgte in der eigenen Klasse. Das Thema Zeit wurde deshalb gewählt, weil es für Grundschüler sowie für Gymnasiasten Möglichkeiten bietet, Ideen zu entwickeln und diese umzusetzen. Zeit bedeutet alles und kann auf vielerlei Weise dargestellt werden. Nach ersten Berichten konnte ich mein viertes Schuljahr sofort für das Thema begeistern. Zunächst sammelten wir zahlreiche Ideen zum Thema. Die Kinder suchten daraufhin nach Bildern, Berichten, Büchern und Sprüchen, die für sie Zeit bedeuteten. Zusätzlich stellte ich ihnen viele verschiedene Farben, Papiere und Materialien zur Verfügung, mit denen sie ihre Ideen verwirklichen sollten. Jetzt standen wir vor zwei großen leeren ausgebreiteten Zeichenrollen, die es mit unseren Ideen zu füllen galt. Der Anfang war schwer, denn keiner traute sich die weiße Fläche zu beschmutzen. Schließlich begannen wir erst einmal damit, die Papierränder zu verändern, denn Zeit ist für uns nichts Gerades. Daraufhin wurden die kleinen Künstler mutiger und bemalten mit Schwämmen den welligen Rand, der damit zum Meer wurde. Immer mehr farbenfrohe Details entstanden im Bild. Dinosaurier trafen auf lange Züge, Steinzeitmenschen und Politiker. Es wurde gemalt, geschnitten, geklebt und gebastelt. Nachdem große Teile des Bildes bedeckt waren, hatten wir genug Mut zu einem Austausch. Wir verschnürten die wertvollen Rollen und tauschten sie mit den Gegenstücken der Neuntklässler. Als wir diese enthüllten, waren die Kinder von den feinen Bleistiftzeichnungen der Neuntklässler so fasziniert, dass sie sich zunächst nicht trauten ihren Farben und Ideen hineinzusetzen. Schließlich vermischten sich aber doch unsere Farben mit den feinen Linien. Ein letzter Austausch fand erst vor kurzem statt, so dass das Endprodukt noch nicht zu besichtigen ist. Es war interessant zu beobachten, wie unterschiedliche Altersstufen mit dem Thema umgehen. Nachdem die Viertklässler mutiger geworden waren, malten sie mit viel Farbe Symbolisches und Geschichtliches und klebten ihre gesammelten Bilder von Weihnachtsbäumen, Uhren, Tierkindern, Kinderbildern, Eisenbahnen usw. dazu. Die Rollen der Neuntklässler wurden mit viel mehr Überlegung zunächst mit Bleistift konstruiert. Auf die Fertigstellung sind wir alle gespannt. 2. Museumsprojekt: Viertklässler und Elftklässler treffen sich im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt Das zweite schulübergreifende Projekt, welches im Klingspormuseum geplant wurde, hatte als Grundidee die Andy Warhol Ausstellung „time – capsules”. Schüler beider Jahrgangsstufen sollten sich gemeinsam in Kleingruppen mit Teilen der Ausstellung beschäftigen, indem sie kleine Beiträge zu den Schwerpunkten Kunst oder Deutsch erstellten. Eine erste Begegnung beider Klassen fand bereits vor Weihnachten letzten Jahres im Schulmuseum der Ludwig-Uhland-Schule statt. Die erst kurz zuvor neu eröffnete Ausstellung der Klassen 4a und 2a „Reise ins Weltall” begrüßte die Elfklässler mit ihrem Einstiegsevent. Gemeinsam mit ihrem Projektpartner (Klasse 4b) erstellten sie im Anschluss aus diversen Materialien Weltraumfiguren, die nun unser Museum mit schmücken. Diese erste Begegnung motivierte meine Viertklässler sehr für das anstehende Projekt. Am 25. 4.2004 sollten sich nun beide Klassen im Museum für Moderne Kunst treffen. Während des Kunstunterrichts machte ich dir Kinder mit modernen Künstlern bekannt, die ihre Werke zum Teil im Museum ausgestellt haben, und natürlich auch mit Andy Warhol. Einzelne Techniken wurden ausprobiert. Die Elftklässler, die bereits das Museum besucht hatten, legten im Vorfeld ihre favorisierten Kunstwerke fest. Gemeinsam mit Elmar Gerhardt erarbeitete ich schließlich einzelne kleine Projekte zu diesen Kunstwerken. Zum vereinbarten Termin trafen beide Klassen mit viel Material im Museum ein. Sofort bildeten sich die bereits festgelegten Gruppen. Zunächst führten die „Großen” die „Kleinen” erst einmal durch das Museum, bis sich jeder schließlich mit seinem ausgewählten Kunstwerk beschäftigte ( siehe Anhang ). Zum Schluss wurde jedes einzelne Projekt vorgestellt. Dabei zeigten sich die Viertklässler zurückhaltender, da sie sich in ihrer Argumentation und Darstellungsweise den Elftklässlern unterlegen fühlten. Bei der Arbeit innerhalb der Kleingruppen waren es die Viertklässler, die zunächst spontan ihre Ideen und Gedanken äußerten. Die Umsetzung hierbei erfolgte jedoch auch weitgehend von den Elftklässlern, die in Sprache und Ausdruck naturgemäß wesentlich gewandter sind. Auffallend war die Bereitschaft beider Altersgruppen, sich auf einander einzulassen. Den Kindern der vierten Klasse hat dieser Vormittag sehr viel Spaß gemacht. Die gemeinsame Arbeit mit Elftklässlern öffnete ihr Interesse für Künstler dieser Epoche. Diese Art der Kunstbetrachtung im Museum motivierte sie dazu, in der darauf folgenden Zeit auch am Nachmittag mit ihren Familien Museen zu besuchen. Bis auf kleine organisatorische Ungereimtheiten war der Vormittag sehr gelungen. Gerade für Viertklässler, die kurz vor dem Schulwechsel stehen, sind solche positiven Erfahrungen besonders hilfreich. Sie nehmen ihnen ein bisschen Angst vor dem Neuen und helfen ihnen schon im Vorfeld, sich an die neue Stellung in der anderen Schule zu gewöhnen. B. Projektwoche zum übergeordneten Thema „Zeit” Ziele:
Nachdem wir in den letzten Jahren unsere Projektwoche mit freier Themenwahl der einzelnen Projekte gestaltet hatten, wollten \vir es zunächst einmal einfach „anders” machen. Unter anderem regte uns auch die Kompaktveranstaltung in Weilburg im letzten Jahr an, bei der wir vom Ergebnis der verschiedenen /Arbeitsgruppen zum Thema „Essen” sehr begeistert waren. Dabei nahmen wir uns folgende Z elsetzung vor:
- Die Erfahrung, wie vielfältig ein Thema ausgebaut werden kann, sollte zur Erweiterung ästhetischen Wirkens und Erlebens des Einzelnen werden.
- Mit der geplanten Abschlusspiäsentation hofften wir, das Gruppengefühl in der Schulgemeinde prägen zu können – insbesondere auch bei den Eltern.
- Zudem sahen wir eine Mögliclikeit, innerhalb des Kollegiums wieder mehr Transparenz der Arbeitsweisen zu erlangen Schwerpunkte und Begabungen des Einzelnen sollten auf diese Art und Weise wieder näher zusammenrücken und für zukünftige Kooperationen im Kollegium nutzbar gemacht werden.
Verlauf:
- Oktober 2003: Treffen mit A. Pederspiel und W. Sterker:
- Brainstorming „Zeit”
- Welche Projekte sind möglich
- Was ist organisatorisch zu beachten?
- Februar 2004: Treffen mit A. Federspiel zur konkreten Planung (mit ganzem Kollegium)
- 3.5.-7.5.2004: Projektwoche zum Thema „Zeit”
In den dazwischenliegenden Wochen brachten wir die Ideen ins Kollegium, beziehungsweise planten die einzelnen Projekte.
Bericht über die Unterrichtsprojekte der an der Fortbildung
„Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen
der Ludwig-Uhland-Schule
im Schuljahr 2002/2003
Mit Hilfe von KulturMobil entstand im letzten Schuljahr an der Ludwig-Uhland-Schule in Neu- Isenburg ein Schulmuseum, das mittlerweile im Schulprogramm fest etabliert ist. Die Idee entstand während einer Projektwoche in der ein Teil der Kinder einen nur gelegentlich genutzten Werkraum in ein Museum verwandelte. Dieses zur festen Einrichtung zu machen stellte sich für uns zunächst als Problem.
Ideen waren bereits viele vorhanden, die Umsetzung jedoch erwies sich als sehr schwierig. Drei Tage lang arbeiteten wir gemeinsam an einem umsetzbaren Konzept mit Mitarbeitern von KulturMobil. Innerhalb des Kollegiums bildete sich schließlich eine kleine Gruppe, die dem zunächst etwas nüchternen Werkraum ein museumsähnliches Aussehen verlieh. Neue Möbel wurden bestellt, die mittlerweile etwas verblassten Wände gestrichen und ein Termin für die Museumseröffnung festgelegt.
Geplant waren eine Dauerausstellung, die von allen Kindern der Schule mitgestaltet werden sollte, sowie eine Ausstellung von altem Spielzeug in mehreren Glasvitrinen. Die Eröffnung des Museums sollte mit einem Event beginnen, der von einer Klasse geplant und durchgeführt wurde. Ziel war es, Leben in das Museum zu bringen und die Besucher in die Museumswelt mit einzubeziehen.

Da mein drittes Schuljahr zu diesem Zeitpunkt gerade an einem Wettbewerb der „Stiftung Lesen” teilnahm, entschloss ich mich einen Teil unseres bis dahin noch unvollständigen Werkes zu präsentieren. Dabei wurde eine Ecke des Museums in eine märchenhafte Welt des Fliegens verwandelt. Einer unserer grauen Schränke erstrahlte als Rakete mit fluoreszierender Folie und rotem Krepppapier als Feuerschwall. An der Decke bewegten sich verschiedene Fugobjekte, wie Besen, Teppiche kleinere Flugzeuge, Propeller etc. Unter diesem Himmel entstand eine Lesewolke auf zusammengeschobenen Tischen die mit Unmengen weißer Kissen und blauer Glitzerfolle bedeckt waren. Ein großer Bilderrahmen mit weißem Wölkchenstoff bezogen bildete den Eingang zur Wolke. Die Kinder der dritten Klassen hatten bereits schon einige Zeit an einem Buch gearbeitet, das die Reise zweier Kinder zu einer Erfindermesse erzählt. Dabei soll ein selbst entwickelter Helm, der in allen Lebenslagen hilfreich ist, ausgestellt werden. Dieser Helm wurde von den Kindern passend zu ihren Geschichten, die in der Wüste, auf hohen Bergen, im tiefen Meer, im Dschungel, auf dem Mond und in der großen Stadt spielten, entwickelt. Am Tag der Eröffnung wurden nun Teile des Helms und der Geschichten sowie andere selbst entwickelte Helmmodelle ausgestellt. Im Wolkenbett lasen oder erzählten einige Kinder ihre ausgedachten Geschichten. Sphärische Musik lief im Hintergrund. Zum Schluss wurde jeder Klasse ein Helmmodell überreicht. Die Klassen verbrachte jeweils ca. 30 Minuten im Museum. Die Helme wurden ausprobiert die ausgestellten Dinge betrachtet. Die Drittklässler zeigten sich als gute Museumsführer.
Kurz vor den Sommerferien fand bereits ein zweiter Museumsevent verbunden mit neuen Ausstellungen statt. Zwei Patenklassen verwandelten das Museum in das Atelier von Paul Klee. Alle Besucher wurden aktiv zum Künstler. Ein weiterer Event ist für den Herbst geplant.
Max-Beckmann-Schule --!>
Sophienstraße 70, 60487 Frankfurt / Main
Bericht über die Unterrichtsprojekte
der an der Fortbildung „Kulturelle Praxis” beteiligten Kollegen
der Max-Beckmann-Schule
im Schuljahr 2003/2004
Die Gruppe der MBS hatte am Ende des ersten Jahres „Videofilm im Unterricht” als internen Fortbildungsschwerpunkt des zweiten Jahres festgelegt. Bereits vorher war im Hinblick auf das Fortbildungsprojekt „Kulturelle Praxis” eine digitale Videokamera angeschafft worden. Wir waren uns darin einig, Film als Analysegegenstand und Filmen als kreative Handlung und Methode im Unterricht zu verbinden. Geeignete – wenn nicht notwendige – Voraussetzungen dafür sind:
- eigene Grundkenntnisse im Umgang mit der Videokamera,
- eigene Grundkenntnisse im digitalen Schneiden und Bearbeiten von Videoaufnahmen,
- Kenntnisse einer Analysetechnik / eines Vokabulars für Film / Filmsprache.
Für den sinnvollen Umgang mit Videofilm / Videofilmen sind weiterhin wichtig:
- die Auswahl von Unterrichtsinhalten und Unterrichtssituationen, in denen Videofilm ein geeignetes Thema und / oder Mittel ist,
- die Analyse und Planung der „Infrastruktur”, die für den Einsatz von Videokameras im Unterricht, das heißt u. U. in Kursen mit 20 bis 25 Teilnehmer/innen, nötig ist,
- die Sammlung und Aufbereitung von Anschauungs- und Informationsmaterial, Beispielen und Übungen aus dem Unterricht,
- die Erarbeitung von Beurteilungskriterien für kreative Videoarbeit im Unterricht.
In mehreren Workshops mit W. Sterker und gruppeninternen Fortbildungsterminen wurden Übungen mit der Kamera, digitale Schnitttechnik, Filmanalyse, Planung von Videoprojekten im Kursunterricht der Sek II, Organisation und Verwaltung von Hard- und Software behandelt und z. T. erprobt.
In mehreren Kursen fanden Unterrichtsprojekte zum Themenbereich Film / Videofilmen statt, die weiter unten detaillierter dargestellt sind. Unter anderem ein Projekttag „Videofilm” in einem Kunstleistungskurs der Klasse 12, an dem die gesamte Fortbildungsgruppe teilnahm. Ein Reader mit Texten, Unterrichtsbeispielen und anderen Materialien ist derzeit in Vorbereitung und soll fortlaufend ergänzt werden. Die Projekte im Einzelnen: Lk Kunst 12.2: Unterrichtseinheit Film: Sprache des Films, Herstellung eines kurzen Videofilms Ziel:
Filmstrukturen und wesentliche Merkmale der Bildersprache im Film an Beispielen aus Spielfilmen und Werbevideos analysieren und in eigenem kurzen Video anwenden. Die einzelnen Schritte:
-
- empfohlene Gruppengröße: 3 – 4 Schüler/innen.
- Rollen: Regie, Kamera, Schauspieler/innen.
- Die Einstellungen sollen „in die Kamera geschnitten” werden:
- Die Handlung soll exakt geplant und in einzelne Teile (Einstellungen) zerlegt werden.
- Kameraposition und -bewegung und Einstellungsdauer sollen festgelegt werden
- Festlegung der Reihenfolge und Länge der einzelnen Einstellungen,
- Sauberes Schneiden der Einstellungen mit einfachen Übergängen.
- B. Balkenhol: Die Bildsprache des Films. Text und Skizzen.
- Textanalyse, Vokabeln lernen, Filmstruktur und filmtypische Mittel erkennen
- Erste Anwendung am Beispiel eines TV- Videos (Werbung für Mercedes: ein sehr nervöser, hektischer Schnitt, kurze Einstellungen).
- Zweites Beispiel: Einleitungssequenz des Spielfilms „The Player” (Eine Achtminuten-einstellung ohne Schnitt): Beobachten der Kamerabewegungen und des Zusammenhangs von Handlung und Kamerabewegung. Detailliertes Protokoll.
- Drittes Beispiel: TV – Werbung für „Gelbe Seiten”: Handlung – Einstellungsgrößen – Kamerabewegung.
- Kennenlernen der digitalen Videokamera, erste kleine Übungen – zeitgleiches Abspielen am TV-Monitor.
- Planung eines Videofilms in Gruppen (3 – 4 Personen): Thema: Begegnung. Mehrere Einstellungen. Dauer des Films ca 1 Minute.
- Projekttag: Drehtag. Es hatten sich 5 Gruppen gebildet, jede Gruppe hatte eine digitale Videokamera zur Verfügung. Drehorte in der Umgebung der MBS. Die Fortbildungs-gruppe nahm gemeinsam am Projekttag teil und begleitete die Dreharbeiten.
- Vorführung und Diskussion des ungeschnittenen Materials nach Abschluss der Dreh- arbeiten: Die Gruppen stellten ihr Filmmaterial vor. Kursteilnehmer und Lehrergruppe diskutierten Klarheit und Folgerichtigkeit der Handlung und der Kameraeinstellungen. Mögliches Vorgehen beim Schneiden wurde in den Gruppen verabredet.
- Nach dem Projekttag: Schneiden (Nur Grobschnitt):
Alle Gruppen erreichten das Ziel, einen fertig geschnittenen Film in 1 – 2 Min. Länge herzustellen. Vertonung gelang aus Zeitgründen nur ansatzweise in einzelnen Fällen.
Konzeption des Unterrichtsversuchs „Filmsprache und Medien” in 13.2 Ziel:
Herstellung von kleinen Plots zum Einstieg und zur Vertiefung der Filmanalyse und Medienkritik
-
- welche Einstellung hat welche Aussage/Wirkung?
- Welche Kameraeinstellung ist für welche Szene/welchen Film geeignet?
- Entwurf eines Plots und eines Drehbuchs
- Bedienung der Kamera, Bedingung: kein Schnitt
- Vorspielen in der Klasse, Kritik und Würdigung der Ergebnisse (was war gelungen, was hätte man anders/besser machen können?)
- Die Schnitte und Schnitttechnik
- Die Kameraeinstellungen/Kamerabewegung/Perspektive
- Verfeinerung der Analysekriterien, Erweiterung der filmsprachlichen Mittel:
- Diskussion über das Kino, die eigenen Kinoerfahrungen, Bedeutung des Kino heute (z.B. Preisträger…)
Komposition. Handlung. Dialoge, Licht/Farben, Montage, Filmzitat etc.)
- die Bedeutung des Bildes (im öffentlichen Raum! in der Politik/in der Literatur/Kultur)
- Die Vervielfältigung der Medien
- Medienkritik früher und heute
- Einfluss der Medien auf Politik und Kultur „Bewusstseinsindustrie”
- Die Ware „Vision”
- Eine Nachricht – drei Sender – ein Vergleich (Mitschnitt eines Schülers)
- Pressefreiheit und Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung (aktueller Fall: Schröder schließt Journalisten von Reise aus)
- kurze Vorstellung (durch Schüler) von Vorbereitungen für eine Filmproduktion, Erläuterung von Kameraeinstellungen:
- Die Bedienung der Kamera Der Plot in der Klasse, die Klasse ist zugleich Regisseur, Kameramannlfrau und Schauspieler, es wird in die Kamera „hineingeschnitten”
- Der Plot als AG-Arbeit
- Der Werbefilm – Einstieg in die Filmanalyse
- Die Filmsprache am Beispiel: Ein Film – drei Einstellungen. Die Wirkung von filmsprachliche Mitteln auf den Inhalt/die Aussage eines Films (hier kommen hinzu: Dialoge/Musik/Kommentar aus dem 0ff)
- Analyse eines Spielfilms (z.B. LoIa rennt)
- Medien in der Gesellschaft – Medienkritik:
Bericht über die Unterrichtsprojekte
der an der Fortbildung „Kulturelle Praxis” beteiligten Kollegen
der Max-Beckmann-Schule
im Schuljahr 2002/2003
- Szenische Bearbeitung von Goethes „Wahlverwandtschaften” im LOK Deutsch 11
- Nach Lektüre und Interpretation des Romans wurde der Inhalt auf einen „roten Faden” reduziert, Schlüsselpassagen wurden ausgewählt und in Spielszenen umgeschrieben. Aus Spielszenen entstanden Standfotos sowie eine Hörfassung der Szenen und von zwei Schülerinnen wurde mit dem Audio-Bildmaterial eine Power-Point-Präsentation erarbeitet. Das Projekt ist am Schuljahrsende abgeschlossen worden.
| Bildnerische Bearbeitung der Tragödie “Die Räuber” im LOK Kunst Klasse 11 In einer Zusammenarbeit der Fächer Deutsch und Kunst wurde die Lektüre von Schillers “Die Räuber” im Grundkurs Deutsch vom Kunstunterricht aufgegriffen und das Bühnenstück zur Grundlage einer bildnerischen Bearbeitung ausgewählt. Die Klasse wurde im Kunstunterricht entsprechend der Akte in Gruppen aufgeteilt, und zu jedem Akt entstanden 4 Bilder entsprechend der Schlüsselszenen, die ineinander reichten. Die AGs konnten sich für verschiedene Stilausprägungen entscheiden, allerdings mußte auf gewisse inhaltliche Kohärenz, z.B. auf Wiedererkennungseffekte geachtet werden. Eine Plenumsdiskussion ergab die Verabredung, dass die Protagonisten des Stücks charakteristische Attribute (Karl: Feder, Franz: Glasauge)erhalten sollte, die in allen Zeichungen auftauchen mußten. Das Projekt ist so weit gediehen, dass die Entwürfe im Format 1:1 erstellt worden sind. Im folgenden Schuljahr soll nach diesen Entwürfen von jedem Schüler eine Tontafel erstellt werden, ein plastisches Relief, dass als fortlaufender Fries ausgestellt werden könnte. |
| Text – Bild – Text : Ein Interpretationsversuch von zwei Lerngruppen der Jahrgänge 11 und 12 Schüler/innen eines Grundkurses Kunst des Jahrgangs 11 erhielten die Aufgabe, eine Kurzgeschichte mittels einer Collage zu illustrieren. Die Collagen dienten einem Deutsch-Leistungskurs als Grundlage, Kurzgeschichten zu schreiben. Nach einer Vorübung zu Aquarellen des Grafikers Hanns Hillmann zu der Kriminalgeschichte „Fliegenpapier” des amerikanischen Autors Dashiell Hammet stellten die Schüler/innen eine Collage her, die einen Moment, eine Situation der Kurzgeschichte visualisieren sollte. (Merkmale: Personen/Raum/feindselige Atmosphäre). Ohne Kenntnis der Textvorlage erhielten die Schüler/innen eines LK Deutsch 12 eine Auswahl gelungener Collagen mit der Aufgabe, diese in Kurzgeschichten umzusetzen. Die Gegenüberstellung der Schülerergebnisse steht noch aus. |
| Die Text-Bild-Reportage: Eine Zusammenarbeit von LK Kunst 12 und GK 12 Deutsch Die Schülergruppe ist in den beiden Kursen weitgehend identisch, es handelt sich also um ein fächerübergreifendes Projekt in einer Klasse. Das Thema des Kunstunterrichtes – die Dokumentarfotografie – sollte in einer Reportage mit Fotos fiktiver Situationen oder Handlungen und einem Text in der sprachlichen Form eines Zeitungsartikels, der am Ende auch layoutet werden soll, erarbeitet werden. Aus Zeitmangel konnten die Methoden journalistischen Schreibens nicht im Deutschunterricht behandelt und geübt werden. Die Schritte: Plot entwickeln, Rollenbiographie schreiben, Kurzgeschichte abfassen und Fotoserie erstellen -wurden zum Schuljahrsende abgeschlossen. Das Layout der Zeitungsseite soll im folgenden Schuljahr fertiggestellt werden. |
| Split-Screen: Parallelisierung zur Verdeutlichung von Gegensätzen, Visualisierung einer Interpretation von T.C. Boyle, Tortilla Curtain Im Englisch-Unterricht wurde bei der Behandlung des o.g. Textes die Idee entwickelt; man könnte evt. im Kunst-Untericht zwei Video-Sequenzen herstellen, die auf einer Split-Screen abgespielt werden, um zwei Welten zu konfrontieren. Das Projekt konnte nicht verwirklicht werden. |
|
Die Projekte wurden von den folgenden Kolleginnen und Kollegen durchgeführt:
Christian Bromig, Elke Crass, Thomas Klein, Inge Pauls, Steffen Schwarz, Ursula Simeth
|
Grimmelshausen-Gymnasium --!>
In der Aue 3, 63571 Gelnhausen
Bericht über ein Multimedia-Projekt der an der Fortbildung
„Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen und Kollegen
des Grimmelshausen-Gymnasiums
im Schuljahr 2003/2004
In der ersten Hälfte des Schuljahres traf sich die Schulgruppe mehrmals zusammen mit unseren Betreuern vom Kulturmobil, um das Projekt inhaltlich und organisatorisch vorzuplanen. Bei diesen Treffen kristallisierte sich heraus, dass wir ein Multimedia-Projekt entwickeln wollten, bei dem alle fünf an der Kulturmobil-Fortbildung beteiligten Kolleginnen und Kollegen mit jeweils einer ihrer Lerngruppen einen Beitrag leisten sollten. Bei der Suche nach einem Thema stellte sich heraus, dass zwei Kolleginnen sich in diesem Schuljahr mit Shakespeares „Romeo und Julia” beschäftigen wollten, nämlich die Kollegin Raddon in ihrem Lk-Kurs Englisch in der 12.Jahrgangsstufe und die Kollegin Petermann mit einer 10.Klasse im Fach Deutsch. Wir einigten uns daher darauf, die theatralische Auseinandersetzung mit Shakespeares „Romeo und Julia” und das für dieses Stück zentrale Motiv „Liebe” in den Mittelpunkt des Projektes zu rücken. Da die künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Stück Shakespeares nicht auf eine konventionelle Inszenierung hinauslaufen sollte, erweiterten wir den thematischen Rahmen mit dem Begriff „Metamorphose”: Wir wollten sowohl freie Variationen zu Shakespeares Stück als auch zum Begriff „Liebe”, vor allem in Bezug auf den Erfahrungshorizont Jugendlicher, bieten. Auf Grund der sehr unterschiedlichen Lerngruppen, die sich mit dem Projekt befassten, war klar, dass das Ergebnis einen eher revuehaften Charakter haben würde, zumal die einzelnen Projektbeiträge erst am Schluss bei den Proben miteinander verknüpft werden konnten. Der Termin für die Aufführung des Projektes musste relativ früh in die zweite Schuljahreshälfte, nämlich in den März, gelegt werden, weil eine der beteiligten Lerngruppen der 13.Jahrgangsstufe angehörte und damit nach den Osterferien sich auf das Abitur konzentrieren musste. Nach den Weihnachtsferien, in der Zeit, in der wir mit der Erarbeitung unserer Projektbeiträge in den jeweiligen Lerngruppen befasst waren, wurden wir von unseren Betreuern (Gebhard Asal, Bärbel Stein und Wolfgang Stärker) in vielfältiger Weise praktisch unterstützt. Für diese sehr engagierte und kompetente Unterstützung möchten wir uns schon hier herzlich bedanken.
Im Nachfolgenden sollen kurz die einzelnen Projektbeiträge dargestellt sowie ihre Genese näher beschrieben werden:
Da im Curriculum für die Jahrgangstufe 12 in Englisch die Behandlung eines Shakespeare-Stückes gefordert ist und da ihre SchülerInnen Interesse am Theaterspielen bekundeten, beschloss Frau Raddon, in ihrem Englisch-Leistungskurs „Romeo and Juliet” zu lesen und ausgewählte Szenen aus den ersten beiden Akten des Stück mit wechselnden Spielern einzuüben (nämlich das Gespräch Romeos mit Benvolios über den Ball der Capulets; die Szene, in der Gräfin Capulet Julia dazu drängen will, das Heiratsangebot des Grafen Paris anzunehmen; die Ballszene, bei der sich Romeo und Julia zum ersten Mal begegnen und schließlich die berühmte Balkonszene im Garten der Capulets). Um möglichst alle Schüler des Kurses in das Projekt einzuspannen, wurde die Rolle der Julia und des Romeos an mehrere Schüler bzw. Schülerinnen vergeben. Darüber hinaus übernahmen Schüler der Gruppe die Moderation des Gesamtprojektes und formulierten dazu eigene Texte in Englisch. Ergänzt wurden die Shakespeare-Szenen noch durch selbst verfasste Szenen (Jugendliche von heute bereiten sich – voll Vorfreude, gespannt oder eher gelangweilt – auf einen Theaterabend mit Shakespeares „Romeo and Juliet” vor). Für die Ballszene studierten die Schüler einen längeren Renaissancetanz ein. Die Choreographie übernahm eine Schülerin des Kurses. Leider war es nicht möglich, die Kostüme für die Shakespeare-Szenen selbst zu schneidern, von daher lieh sich Frau Raddon aus den Fundus der Stadt Gelnhausen Renaissancekostüme aus, die gut in den Rahmen einer szenischen Darstellung des originalen Shakespeare-Textes passten.
Frau Petermann behandelte im ersten Halbjahr des Schuljahres im Deutschunterricht einer 10.Klasse Shakespeares „Romeo und Julia” in der Übersetzung Ludwig Tiecks. Im Verlauf dieser Unterrichtsreihe entwickelten die Schüler zwei moderne Paraphrasen der Liebesgeschichte Shakespeares.
Zum einen stellten die Schüler die Handlung von „Romeo und Julia” als Computerspiel dar: Der Held dieses Spiels, Super-Romeo, muss diverse Schwierigkeiten, Hindernisse und vor allem Feinde überwinden, um Prinzessin Julia aus den Händen ihrer Entführer zu befreien. Bei der Konzeption dieser Szene orientierten sich die Schüler an zwei bekannten Computerspielen, nämlich an „Supermario” und „Prince of Persia”. Die satirisch-parodistische Darstellung des „Romeo und Julia”-Computerspiels wurde von den Schülern in eine Rahmenhandlung eingebettet: Ein offensichtlich von Computerspielen begeisterter Schüler wird von seiner Mutter dazu aufgefordert, doch endlich seine Deutschhausaufgaben zu erledigen, d.h. den Text von „Romeo und Julia” zu lesen. Der Schüler beruhigt die Mutter damit, dass er sich die Handlung des Stücks in Gestalt eines Computerspiels aneignen wolle. Auf dem Höhepunkt der Spielsitzung zieht die misstrauisch gewordene Mutter schließlich den Stecker des Computers und bereitet damit dem Spiel ein abruptes Ende.
Als zweite moderne Paraphrase des „Romeo und Julia”-Stoffes wurde eine „Herzblatt” -Show geboten: In Anlehnung an die bekannte TV-Show stellt eine Moderatorin zwei Kandidaten vor, die um die Gunst Julias werben. Julia entscheidet sich schließlich nach den üblichen Fragerunden für den etwas schnulzigen Romantiker Romeo, der gerne Liebesverse von Shakespeare rezitiert, und gibt dem geschniegelten und ansonsten kalt berechnenden Yuppie-Typen Paris einen Korb. Am Ende der Szene schwebt Amor über die Bühne, der, nachdem sich das Paar gefunden hat, Rosen ans Publikum verteilt.
Im Rahmen des regulären Musikunterrichtes in einer 10.Klasse erarbeitete Frau Heinrich zwei Gesangsnummern: „,Veronika der Lenz ist da” und „Lass mich dein Badewasser schlürfen” (in einer Eigenbearbeitung). Ziel dabei war es, zum einen die vorhandenen musikalischen Talente zu fördern und zum anderen möglichst alle Schüler der Lerngruppe an diesem Beitrag zu beteiligen. Beide Chansons sind in den späten zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts geschrieben worden und befassen sich in ironisch-satirischer Weise mit dem Thema Liebe. Sie korrespondieren von daher gut mit den ebenso satirisch gemeinten Shakespeare-Paraprasen. Gemeinsam mit Bärbel Stein vom Kulturmobil wurde für den Vortrag beider Chansons eine Choreographie entwickelt. Daneben steuerte die Klasse noch solistische Beiträge bei, z.B. das Nocturne cis-Moll von Frederik Chopin sowie ein Duo Klavier/Gesang mit der Pop-Ballade „,What if”, und schließlich den Auftritt der klasseneigenen Band mit rockigen bis elegischen Nummern (wie etwa Lennon/McCartneys „Let ist be” als „Rausschmeißer” zum Schluss der Vorstellung). Zusätzlich erarbeitete Frau Heinrich mit den Mitgliedern ihrer Bläser AG instrumentale Paraphrasen des Chansons „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt”, die als Zwischenakt- bzw. Umbauphasenmusik eingesetzt wurden. Die Gestaltung des Arrangements war so angelegt, dass alle Instrumentalisten die Melodiestimme sowie weitere Mittelstimmen beherrschen mussten. Auf diese Weise konnten die Instrumente beliebig miteinander kombiniert und neue Klangkombinationen erzielt werden.
Frau Schättler-Kaufmann vom Fachbereich Kunst war mit einem Kunst-Leistungskurs der Jahrgangstufe 12 an unserem Projekt beteiligt. Im Rahmen ihres Kunstunterrichtes betraute sie ihre SchülerInnen mit der Aufgabe, „,verwandelbare” Kostüme zu entwerfen und herzustellen, die evtl. für die szenischen Sequenzen des Projektes eingesetzt werden könnten. Als Anregung sollten die dadaistischen Kostüme dienen, die in den Soiréen in Hugo Balls „Cabaret Voltaire”, in Zürich 1915-1918 gezeigt wurden, sowie die konstruktivistischen Kostüme Oskar Schlemmers für die Bauhausbühne in den Zwanziger Jahren. Die Schüler entwarfen zunächst als Skizze Entwürfe für ihr Kostüm, die anschließend im kleinen Maßstab als Modell für eine Barbiepuppe umgesetzt wurden. Jeweils zwei SchülerInnen sollten danach die besten Entwürfe als Kostüm realisieren. Die SchülerInnen führten die realisierten Kostüme schließlich als Begrüßungsperformance dem Publikum selbst vor. Dazu wurden im Zuschauerraum kleine Podeste aufgebaut, auf denen jede Figur, während sie von einem Spot angestrahlt wurde, sich zu einer passenden Musik ca. 30 Sekunden bis maximal eine Minute bewegte. Die Performance zu Beginn der Vorstellung dauerte somit nicht länger als 7 Minuten. Am Schluss der Vorstellung gab es dann noch eine kurze Reprise dieser Performance. Frau Schättler-Kaufmann wurde beim Bau der Kostüme sowie beim Inszenierungskonzept von Wolfgang Sterker unterstützt.
Herr Ciupka befasste sich in der ersten Hälfte des Schuljahres zusammen mit den SchülerInnen eines Deutsch-Leistungskurses der 13.Jahrgangsstufe mit den wichtigsten künstlerischen bzw. literarischen Strömungen der Avantgarde zu Beginn des 20.Jahrhunderts. Der Schwerpunkt bei dieser Unterrichtsreihe lag dabei auf der Bewegung des Dadaismus, deren Konzepte, Ideen und Impulse noch in der heutigen aktuellen Kunstszene zu spüren sind. Die SchülerInnen sollten sich dabei nicht nur mit dadaistischen Texten, sondern auch mit bildnerischen Medien befassen, zumal etwa das Medium der Collage und Montage von den Dadaisten sehr konsequent in allen künstlerischen Ausdrucksformen eingesetzt wurde. Die meisten Dadaisten waren daher nicht nur als Zeichner, Grafiker, Maler und Bildhauer, sondern auch als Literaten tätig. Im Verlauf der Unterrichtsreihe kristallisierte sich heraus, dass die SchülerInnen sich vor allem mit Kurt Schwitters und seinem Gedicht „Anna Blume”, auseinandersetzen wollten. Die SchülerInnen erhielten dazu den Auftrag, „Anna Blume” in adäquat dadaistischer Weise vorzutragen. Daraus entstanden vier sehr unterschiedliche Varianten des szenischen Vortrags dieses sehr speziellen Liebesgedichts. Die besten Ideen aus diesen Varianten wurden schließlich zu zwei „Anna Blume”-Vorträgen verdichtet, die während der Vorstellung des Projektes dann auch präsentiert wurden. Eine Version des Vortrags, bei der vor allem die in dem Gedicht fortwährend genannten Farben Rot, Gelb, Blau und Grün lebendige Gestalt annahmen, wurde in die Ballszene von „Romeo and Juliet” integriert. Eine weitere Version, die „simultanistisch” von vier Schülerinnen gleichzeitig und abwechselnd, und zwar rückwärts und vorwärts, vorgetragen wurde (weil „Anna Blume” ja auch „rückwärts wie vorwärts” gelesen werden kann), wurde schließlich in den Schlussteil der Balkonszene aus „Romeo and Juliet” eingebaut. Die Schülerinnen trugen dabei „bruitistische” Masken, die Schüler eines Kunstkurses von Frau Schättler-Kaufmann gebaut hatten.
Bericht über die Unterrichtsprojekte der an der Fortbildung
„Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen und Kollegen
des Grimmelshausen-Gymnasiums
im Schuljahr 2002/2003
Die Grimmelshausenschule war im vergangenen Schuljahr Gastgeber für die Hessischen Schultheatertage. Als künstlerischer Beitrag der Schule wollten wir den Gästen, Besuchern und Teilnehmern dieser Theatertage eine Multi-Media-Performance bieten, die im Anschluss an die Preisverleihungsfeier stattfinden sollte. Als Veranstaltungsort sollte der älteste Gebäudetrakt der Schule dienen, ein hufeisenförmiger Atriumbau, der von einem Bauhausschüler Ende der fünfziger Jahre entworfen wurde. Die Raummöglichkeiten dieses Baus sollten in unterschiedlicher Weise genutzt werden:
- der begrünte Innenhof des Atriums, der von drei Seiten mit Glaswänden umgrenzt ist, sollte mit langen Stoff-Fahnen „beflaggt” werden;
- im Innenhof selbst sollte eine eigens für diese Beflaggung komponierte Musik gespielt werden;
- im Säulengang vor dem Innenhof sollte im Anschluss ein in reduzierter und modifizierter Weise von O.Schlemmers „Triadischem Ballett” inspirierter Maskentanz aufgeführt werden;
- die Maskenspieler sollten das Publikum schließlich in das Gebäudeinnere geleiten, der architektonisch von zwei symmetrisch gestalteten Treppenanlagen dominiert wird;
- im Flur- und Treppenbereich sollte eine Dia- und Videoinstallation die Architektur des Gebäudes widerspiegeln und für das Publikum in verfremdeter Form hervorheben und verdeutlichen;
- daneben sollten die akustischen Möglichkeiten der Innenraumfluchten genutzt werden, indem die unterschiedlichen Ebenen des Treppenhauses für den Vortag von Gedichten, theatralischen Dialogen und Wechselgesprächen genutzt werden;
- die Performance sollte so gestaltet sein, dass das Publikum nicht starr auf einem Platz verharrt, sondern, zusammen mit den Spielern und Musikern den wechselnden künstlerischen Angeboten folgend, den architektonischen Raum erkundet und erfährt.
Die Masken und Fahnen entstanden im Rahmen des regulären Kunstunterrichts von Frau Schättler-Kaufmann. Die Masken wurden von den Schülern und Schülerinnen einer fünften Klasse entworfen und mit Hilfe von Papier, Maschendraht und Dispersionsfarbe gebaut, wobei beim Bau der Masken die Schüler/innen von den Teilnehmern eines Grundkurses Kunst der 12.Jahrgangsstufe unterstützt wurden, deren Unterricht zeitlich parallel lag. Jede Schülerin und jeder Schüler trug bei der Performance “seine” Maske, d.h. auch der Maskentanz wurde im Kunstunterricht erarbeitet und einstudiert.
Die Flaggen, die aus sechs Meter langen und einen Meter breiten Fließstoff bestanden, wurden von den Teilnehmern eines Kunstkurses der 11.Jahrgangsstufe entworfen und ausgeführt. Entsprechend dem Anlass wurden Motive aus dem Bereich Bühne, Theater und Ballett gewählt, die als farbige Abstraktionen mit Acryl auf den Fließgrund gemalt bzw. getupft wurden. Insgesamt entstanden dabei 13 Flaggen, die während der Performance von den Schülern aus den Fenstern im zweiten Stock der drei den Innenhof begrenzenden Glasflächen entrollt wurden.
Frau Heinrich erarbeitete im Verlauf des Schuljahres mit den Teilnehmern eines Grundkurses Musik der 12.Jahrgangsstufe Percussions-Kompositionen, die beim Entrollen der Fahnen gespielt wurden. Diesen Percussions-Kompositionen liegen zum Teil traditionelle Kompositionsformen (wie Fuge, Kanon, einfache Liedformen sowie erweitertes Rondo) zugrunde. Einige dieser Kompositionen beziehen sich in ihrer inhaltlichen Programmatik auf die Darstellungen bzw. Symbole, die auf den Fahnen zu finden sind, andere dagegen stellen das Erlebnis des Raumklanges in den Vordergrund. Auf den Raum des Atriums gehen die Kompositionen insofern besonders ein, als dass die formale kompositorische Anlage und die musikalische Besetzung streng von den räumlich akustischen Gegebenheiten bestimmt wurde. Bei der Umsetzung der Kompositionen wurden neben traditionellen Percussions-Instrumenten auch der Körper als Medium eingesetzt. Ein besonders wichtiger Aspekt des Projekts war, dass die Schüler ihre Kompositionen zusammen mit den anderen Teilnehmern der Lerngruppe selbst einstudieren mussten.
Die Fotoarbeiten, die während der Performance als Installation über einen Videobeamer auf die Wände im Treppenhaus projiziert wurden, wurden von einem Grundkurs Kunst zum Thema “optische Massenmedien” erstellt, der von Frau Adler geleitet wurde. Die Teilnehmer des Kurses sollten in die Grundlagen der fotografischen Bildgestaltung eingeführt werden und dabei sich im Spezielleren mit der Kamera- und Dunkelkammertechnik vertraut machen. Die Erfahrung von Raum war als thematischer Schwerpunkt der fotografischen Arbeiten vorgegeben. Als fotografisch zu explorierender Raum sollte das Treppenhaus der Schule dienen, ein Raum, der den Schülern zwar tagtäglich vertraut ist, der aber gerade wegen seiner Funktion als Durchgangsstation nicht mehr als architektonisch gestalteter Raum wahrgenommen wird. Die fotografische Auseinandersetzung mit der Architektur des Treppenhauses der Schule sollte den Schülern und Schülerinnen somit auch zu einer Modifikation ihrer Wahrnehmung dieses gewohnten Raumes verhelfen. Die dabei entstandenen Fotoarbeiten wurden als zusätzliches formales Gestaltungsexperiment mit Hilfe von digitaler Bildbearbeitung verfremdet.
Frau Petermann wählte zusammen mit den Teilnehmern eines Deutschkurses der 12.Jahrgangsstufe Texte aus, die von vier Schülern, die wie das „Triadische Ballett” mit Masken verkleidet waren, vom ersten Stock des Treppenhauses aus gesprochen wurden, auf die Köpfe des von dem Maskenzug in die Halle geleiteten Publikums hinab. Ausgewählt wurden dabei Textfragmente von Euripides, Walter Jens, Ingeborg Bachmann und Nils Röller (s. Anhang), in denen es um die Funktion von Kunst geht. Die Texte wurden in einem Zeitraum zusammengestellt, der von der öffentlichen Debatte um den Irakkrieg bestimmt war. Aus diesem Grund wird in allen für den Vortrag bestimmten Texten zugleich das Thema Krieg, Gewalt und Leid mitbehandelt. Während des mündlichen Vortrages wurden die Textfragmente – wie zuvor die Fotoarbeiten – mit Hilfe eines Videobeamers an die Wand des Treppenhauses projiziert.
Insgesamt waren wir mit der Durchführung unserer Performance zufrieden. Vor allen Dingen die Aktionen im Atriumbereich, also außerhalb des Gebäudes, mit der Beflaggung des Innenhofes, dem Maskenspiel und der musikalischen Erfassung des Raumes ergaben ein spannungsvolles Wechselspiel. Demgegenüber wurden die Aktionen im Treppenhaus durch die Tatsache behindert, dass die Eingänge nicht verschlossen gehalten werden konnten und dadurch ständig weitere Zuschauer in das Gebäude strömten. Diese Fluktuation führte dazu, dass im allgemeinen Trubel der Vortrag der Texte etwas unterging, zumal den vortragenden Schülern keine Lautsprecheranlage zur Verfügung stand.
Grundschule Sonnenberg --!>
Heldestraße 20, 35305 Grünberg-Stangenrod
E-Mail
Bericht über die Unterrichtsprojekte der an der Fortbildung
„Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen
der Grundschule Sonnenberg
im Schuljahr 2003/2004
Projekt: Schonraum und Hüttchen
| Entstehung der Idee: Obwohl unser Schulhof schön gelegen ist und viele Möglichkeiten zum Austoben bietet, gab es in den Pausen immer wieder Beschwerden wie: „Die Jungs lassen uns nicht in Ruhe”, „Ständig werden wir geärgert und gestört.” Dies war teilweise so schlimm, dass Pause nicht mehr der Regeneration und dem Ausgleich diente, sondern dass noch mehr Konflikte, Probleme und Aggressionen aufgebaut wurden. Also entstand die Idee eines Ruhe- oder Schonraumes. Dieser Raum sollte klar von dem tobenden Schulhof abgegrenzt sein und tatsächlich die Möglichkeit bieten, zur Ruhe kommen zu können. Nach mehreren Versuchen, dies auf dem Schulhof durchzuführen, merkten wir, dass dies aus baulichen und organisatorischen Gründen nicht möglich war. Aus unserer Ratlosigkeit entstand die Idee , die Schüler stärker mit einzubeziehen und wir führten eine Umfrage durch.
Das Projekt wurden von den folgenden Kolleginnen durchgeführt:
Manuela Philippi, Sabine Schoer, Tina Specht und Susanne Wagner
Bericht über die Unterrichtsprojekte der an der Fortbildung
|
| Wir haben ein Musiktheater auf der Grundlage des Bilderbuchs „Der Löwe, der nicht schreiben konnte” von Martin Baltscheit entwickelt und aufgeführt. Zum Inhalt: „Der Löwe ist der König im Urwald. Er ist stark und hat Macht. Eines Tages verliebt er sich in eine wunderschöne Löwin. Da die Löwin eine Dame ist, möchte er ihr zunächst einen Brief schreiben. Doch er kann nicht schreiben. Deshalb bittet er seine Untertanen (Tiere des Dschungels) ihm zu helfen.” |
Im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften (einmal wöchentlich, je 60 Minuten) haben wir zu Beginn des Jahres damit begonnen. Kinder der Klassen 1- 4 konnten sich in das Projekt einwählen. Etwa 50 Kinder haben mitgewirkt. Zunächst haben wir gemeinsam den Inhalt erschlossen. Die Kinder konnten sich dann in unterschiedliche Projektschwerpunkte einwählen und ihrem Interesse entsprechend zum Musiktheater beitragen. Auch wir Kolleginnen konnten so in einem gewählten Teilbereich arbeiten und unsere individuellen Ideen und Interessen einbringen. Es gab eine Kunstgruppe unter der Leitung von Frau Wagner, die für das Bühnenbild zuständig war. Die Bühne war auf der Treppe, so dass die Tiere von verschiedenen Seiten auftreten konnten und auf unterschiedlichen Ebenen spielten. Es entstanden Kokosnüsse, Bananen, Schlangen, Palmen….., um den Treppenbereich in einen Dschungel zu verwandeln. Auch Werbe -Plakate für die Aufführungen wurden entworfen und gestaltet. Eine weitere Gruppe war die Kreativ-Gruppe unter der Leitung von Frau Philippi, die Texte für Lieder, Dialoge und Briefe gedichtet und geschrieben hat. Frau Schäfer hat die Musikgruppe geleitet, welche die musikalische Begleitung selbst entworfen hat. Jedem Tier wurde eine eigene Erkennungsmelodie zugeordnet. Auch die Lieder, welche von allen Kindern gemeinsam gesungen wurden, wurden unterstützend begleitet. Musiker, Künstler und „Schreiber” haben den Chor gebildet. Deshalb war es wichtig zu Beginn jeder AG -Zeit gemeinsam die Lieder zu üben. Es entstanden u.a. ein Lied des Löwen nach der Melodie von „Ich wäre gern wie du” aus dem Dschungelbuch , ein Lied der Tiere nach der Melodie von „Die Affen rasen durch den Wald” und ein Liebeslied nach der Melodie von „Can you fell the love tonight”. Unsere Schulleiterin hat die Lieder am Klavier begleitet. Frau Schoer hat mit der Darstellergruppe gearbeitet, um die Inhalte des Buchs umzusetzen. Zunächst haben die Kinder verschiedene Tiere imitiert, um die verschiedenen Eigenschaften zu erarbeiten. Die Texte sind während der Proben entstanden, damit sich jedes Kind mit seinem Text und der Rolle des Tieres identifizieren konnte. Die Schauspieler haben sich ihre Kostüme selbst zusammengestellt. Eltern haben dabei unterstützend mitgewirkt. Frau Specht hat je nach Bedarf in den Gruppen mitgearbeitet und organisatorische Aufgaben übernommen. Wir haben für die insgesamt drei Vorstellungen keinen Eintritt genommen, sondern eine Spende erbeten. Von dem Erlös konnten wir dann die gewünschte Digitalkamera und Schminkutensilien für weitere Aufführungen anschaffen. Durch die enge Zusammenarbeit und Koordination der einzelnen Gruppen, war es möglich, dieses Musiktheater zu erarbeiten und aufzuführen. Die Aufführungen waren gelungen, was der Beifall der Zuschauer zeigte.
Hans-Christian-Andersen-Schule --!>
Hans-Christian-Andersen-Schule
Gartenstraße 30, 63263 Neu-Isenburg
E-Mail
Bericht über die Unterrichtsprojekte der an der Fortbildung
„Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen
der Hans-Christian-Andersen-Schule
im Schuljahr 2003/2004
1. Zusammenarbeit Theater / Orchester „Der gestiefelte Kater”
* Aufführung des Theaterstückes mit musikalischer Untermalung des Orff – Orchesters
* Vorbereitungszeit: 1. Schulhalbjahr
* Besetzung:
Theater 12 SchülerInnen/ 4. Schuljahr
Orff- Orchester 10 SchülerInnen/ 4. Schuljahr
* Aufführungszeit: ca. 30 Minuten
* gemeinsame Ausgestaltung der Szenen Und Musik; Basteln der Requisiten;…
2. Lesewoche der Hans-Christian-Andersen-Schule (April 2004 )
1. Schulprojekt für Klasse 1 -2
* verschiedene Stationen zum Thema Buch und Lesen z. Bsp.: Rätsel, Schätz-Frage, Spiele, Lesepuzzle, …
2. Schulprojekt für Klasse 3 – 4
* Lesetexte mit Lösungen, Geheimtexte, Rätsel, Schätz-Frage, Partnerlesen, verschiedene Spiele
* Zeitrahmen 1,5 Wochen
* je Klasse 2 Stunden Arbeit an den Stationen
* Auswertung und Prämierung der Ergebnisse
3. Klasseninterne Aktionen im Rahmen der Lesewoche
Klasse 2a / S. Völker
Lektüre „Rudi Vampir fliegt aufs Schloss”
* lesen der Lektüre; gemeinsame Lesezeit; Sachinfobuch herstellen zum Thema „Fledermaus”; Basteln der Hauptfiguren „Rudi” und „Igittchen”; Planung und Durchführung eines Vampirfestes; Vampirlied singen und szenisch einüben
* Ende und Aufführung: Präsentation auf der Schlussveranstaltung der Lesewoche der HCAS
Klasse 3c / B. Oliß
Lektüre „Anna und der Wulf” – eine Geschichte aus der Zeit der Ritter und Burgen
* lesen der Lektüre; gemeinsame Lesezeit; Sachinfo zum Thema ( Leben, Sprache, Bräuche, Kleidung, … ); Bau einer Ritterburg ( aus Weinkorken ); Lied
* besondere Aktionen: Kinoritterfilm
* Ende und Aufführung: Präsentation des Ritterliedes auf der Schlussveranstaltung der HCAS
3. Verschiedene Aktivitäten zum Thema Theater und Orchester
* Planung, Gestaltung und Durchführung des Schulgottesdienstes zum Schuljahres- ende 2003/04 der HCAS; dies lief im Rahmen der „Woche der Toleranz” aller Schulen in Neu-Isenburg
* Planung, Gestaltung und Durchführung der Monatsfeiern der HCAS
* Vorbereitung der Einschulungsfeier (neue Besetzung des Orff-Orchesters )
Die Projekte wurden von den folgenden Kolleginnen durchgeführt:
Bärbel Oliß und Susanne Völker
zurück zum Seitenanfang
Bericht über die Unterrichtsprojekte der an der Fortbildung
„Kulturelle Praxis” beteiligten Kolleginnen
der Hans-Christian-Andersen-Schule
im Schuljahr 2002/2003
Projekt: „Das Lesecafé”
Im Schuljahr 2002/ 2003 unterrichtete ich (S. Völker) eine 1. Klasse im Fach Deutsch. Um die Kinder zum Schreiben und Lesen zu motivieren, arbeiteten wir sofort zu Beginn des Schuljahres mit einer Anlauttafel. So konnte sie Wörter „schreiben”, ohne auf die Rechtschreibung achten zu müssen. Wichtig war lediglich Wörter lautgetreu aufzuschreiben. Anhand eines Bildes unter dem der entsprechende Anfangsbuchstabe des Bildes stand, suchten sie sich eigenständig die Buchstaben des zu schreibenden Wortes zusammen. Dazu mussten sie sich das Wort immer wieder langsam und gedehnt vorsprechen. Jedes Kind hatte seine eigene Vorlage der verkleinerten Anlauttabelle mit Bilder und dem Anfangsbuchstaben. Schnell gewöhnten sich die Schüler an diese Art des Schreibens. Es machte ihnen Spaß, zu Bildern kleine Sätze aufzuschreiben und diese anschließend ihren Mitschülern vorzulesen. Um die Schüler nicht zu entmutigen und an die richtige Schreibweise heranzuführen, schrieb ich die Texte jedes Mal in der korrekte Rechtschreibweise unter die Schülertexte. In der Vorweihnachtszeit beschlossen wir, nach einem gemeinsamen Besuch in der Stadtbücherei, einen richtigen „Roman” zu schreiben. Hierfür plante ich einen Zeitraum von drei Wochen ein. Der Roman handelte von der Maus Mimi und ihren Abenteuern. Die Kinder bekamen an mehreren Tagen jeweils ein Bild von Mimi und ihren Erlebnissen. Gemeinsam besprachen wir den Inhalt der dargestellten Geschehnisse. Einen Schluss des Dargestellten sollten sie sich selbstständig ausdenken. Danach begannen die Schüler mit dem Aufschreiben. Ihrer Geschichten schrieben sie einzeln auf ein farbiges Blatt, auf welches zuvor das entsprechende Bild geklebt wurde. Natürlich wurden die Bilder immer nach dem Schreiben ausgemalt. Hatten die Kinder Schwierigkeiten beim Aufschreiben, durften sie sich aus der „Worschatztruhe” Hilfswörter als Anregung und Unterstützung herausholen. Hier stellte ich ebenfalls zu jedem Bild unterschiedliches Wortmaterial zur Verfügung. So bestand auch für Schüler mit einem geringen Wortschatz und für ausländische Kinder die Chance, ihre eigene Geschichte aufzuschreiben. Nachdem wir zu acht Bilder Geschichten aufgeschrieben hatten, war „unser Roman” fertig. Die Einzelblätter stellte ich für jedes Kind zu seinem eigenen Roman zusammen. Sie waren sehr stolz auf ihre Werke. Nun musste nur noch eine Autorenlesung stattfinden. Wir besprachen, wo solche Lesungen stattfinden könnten und einigten uns als Ort des Geschehens auf ein Café. Natürlich war jedem klar, dass wir kein Café mieten konnten, daher gestalteten wir unser eigenes Café im Klassenraum. So beschlossen wir, unseren Gästen Kuchen und Getränke anzubieten, um die Mimi-Romane möglichst angenehm und in entspannter Atmosphäre präsentieren zu können. In Absprach mit hilfsbereiten Eltern gelang uns dies ohne Probleme. Abschließend luden wir Eltern, Omas, Opas, Tanten usw. ein. So entstand ein richtiges „Lesecafé”, in dem verschiedene Kinder zu jeweils einem Bild ihre Geschichte vorlasen. Sichtlich stolz präsentierten sie ihre Ergebnisse den Besuchern. Auch das Lesen mit einem Mikrofon gelang den Schülern nach vorherigem Übungen leicht. Die anfängliche Aufregung der Schüler legte sich schnell, sobald sie zu lesen begannen. Alle Zuhörer waren erstaunt darüber, wie viel und wie gut die Kinder schon nach nur drei Monaten Deutschunterricht eigene Geschichten schreiben und vorlesen konnten, ohne die exakte Rechtschreibung zu beherrschen. So erhielt unser „Lesecafé” den Charakter eines Festes, bei dem es leckeres Essen aus dem Topf gab. Da es allen sehr gut gefiel und den kleinen Autoren viel Spaß machte, beschlossen wir, das „Lesecafé” zur festen Einrichtung in unserer Klasse zu machen und es je nach Gegebenheit und Anlass zu wiederholen.
Lesewoche
Märchen
Projekt: „Die Lesewoche”
In der letzten Woche vor den Osterferien -April 2003- fand in der Hans-Christian-Andersen-Schule/ Neu-Isenburg für alle Klassen eine Lesewoche statt. So planten und organisierten wir unterschiedliche Angebote, wie eine Bücherrallye, eine Bücherschätzstation, versch. Bastelangebote zum Thema „Buch”, aber auch den Besuch einer Märchenerzählerin, bei welchem sich die Kinder selbst als Akteure einbringen konnten und verkleidet mitspielen durften. In den 3. und 4. Klassen wurde ein Buchautor eingeladen. Dieser veranstaltete eine Lesung mit anschließender Fragerunde. Trotz aller Aktion hatten die Kinder täglich genügend Zeit zum Lesen ihres mitgebrachten Lieblingsbuches. Dafür wurde jedes Klassenzimmer so gemütlich wie möglich mit Kissen, Decken, Liegestühlen . . . hergerichtet.
Auch die 1. Schuljahre nahmen aktiv an der Projektwoche teil. Mit meiner 1. Klasse gestalteten ich zusammen Körperplakate. Dazu zeichneten sich die Schüler mit gegenseitiger Hilfe auf einem Tapetenstück nach. Die Umrisse wurden ausgeschnitten. Der „Körper” des Kindes wurde gefüllt mit Einzelheiten über seinen Lieblingsbuch, welches es in der Lesewoche las. Präsentiert wurden die Körperplakate bei der gemeinsamen Abschlussfeier der Projektwoche. Da die Lesewoche große Begeisterung bei Schülern, Eltern und Lehrern hervorrief, planten wir, jedes Schuljahr eine Lesewoche stattfinden zu lassen.
Projekt: „Der Lesekönig”
Während der Projektwoche führte ich den „Lesekönig” ein. Er besteht aus einer beidseitig kopierten Vorlage für die Kinder (vorne: Abbildung eines Löwen; Innenseite: Schriftzug „ . . . ist am . . . Lesekönig geworden”). Generell sollten die Schüler während der Projektwoche zwar leise für sich lesen, dennoch wollte ich das Vorlesen weiter üben bzw. automatisieren. Hierzu konnte sie nach vorherigem Üben auch eine kurze Passage aus ihrem Buch der Klasse vorlesen, wofür sie einen Stempel in ihrem „Lesekönig” bekamen. „Lesekönig” wird derjenige, der zehn Stempel in seinem Vordruck gesammelt hat. Der „Lesekönig” ist als eine langfristig angelegte Aktion geplant, bei welcher die Kinder immer wieder zum Lesen motiviert werden sollen. Er wird in der 2. Klasse ebenfalls fortgeführt, wie auch in veränderter Form in Klasse 3 und 4.
Projekt: „Die Schreibwerkstatt”
Im Schuljahr 2002/ 2003 unterrichtete ich (B. Oliß) eine 2. Klasse im Fach Deutsch. Das freie Schreiben sollte in diesem Schuljahr eine wichtige Rolle spielen. Unser erstes Schreibprojekt war ein Weihnachtsbuch zu schreiben. Jedes Kind hatte ein DIN A5 Heft, welches von außen frei gestaltet werden konnte. Das Buch hieß: Weihnachtsgeschichte von „Paula und dem Stern” geschrieben von ____________.
Jeder Schüler bekam ab dem 1. Dezember an jedem Tag ein kleines Bild von Paula. Auf diesen Bildern erlebt Paula natürlich die abenteuerlichsten Sachen. Mal liegt sie faul auf einem Sessel, schaut aus dem Tür auf den schönen Sternenhimmel, sieht eine Sternschnuppe, fliegt mit einem Raumschiff ins Weltall, trifft auf einem fremden Planeten einen Außerirdischen, bastelt Sterne oder sitzt vor dem Weihnachtsbaum mit dem Stern und freut sich. Das Bild wurde auf eine Seite in das Buch eingeklebt und auf die gegenüberliegende Seite schrieben die Schüler dazu gleich eine kleine Geschichte. So schrieben sie jeden Tag ein Kapitel für das Buch. Insgesamt 15 kleine Abenteuer erlebte Paula im Weihnachtsbuch. Nachdem die erste Hemmschwelle überwunden war, brachten die Kinder ihre Fantasie gut zu Papier. So entstand ein sehr schönes und oft witziges Weihnachtsbuch, welches ein Geschenk für die Eltern war.
Ein weiteres Schreibprojekt war eine Weitergeb – Geschichte zu schreiben. Dabei spielten drei bis fünf Kinder zusammen. Alle lasen zuerst den vorgegebenen Anfang der Geschichte. Dann schrieb das erste Kind einen Satz dazu und gab das Blatt weiter. So schrieb jeder nur einen Satz. Allerdings musste jedes Kind vorher den vorangegangenen Satz erst lesen, damit der nächste Satz auch zur Geschichte passte. Nach ein oder zwei Runden war die Geschichte zu Ende. Zu Beginn übten wir es gemeinsam in der Klasse an einigen Bespielen, bevor in den einzelnen Gruppen gearbeitet werden konnte. Dabei entstanden richtige Geschichten mit einer fortlaufenden Handlung.
Unser drittes Schreibprojekt war eine Bildergeschichte, eine besondere Bildergeschichte. Jeder Schüler hatte 4 Bilderrahmen zur Verfügung. Aufgabe war es, sich eine Person oder ein Tier auszuwählen. Diese Figur sollte ein kleines Abenteuer erleben. Danach druckten die Schüler mit Wasserfarben und ihrem Daumen die Figur in jedes Bild. Mit Buntstift oder Bleistift gestalteten sie jedes Bild und es entstanden vier kleine Szene. Erst im Anschluss gaben die Kinder der Figur einen Namen und schrieben eine kleine Geschichte dazu.
So entstanden im Laufe des Schuljahres einige lustige, interessante und originelle Geschichten, die den Kinder viel Freude und Spaß gemacht haben.
Projekt: „Der Lese(s)pass”
Anfang der 2. Klasse führte ich den „Lese(s)pass” ein. Er besteht aus einer beidseitig kopierten Vorlage für die Kinder. In der Innenseite steht folgender Text: „Jeder Schüler, der zehnmal 10 ( 15 ) Minuten laut liest, darf dafür einmal in die Überraschungsbox greifen. Die Eltern bestätigen jede Leseleistung durch ihre Unterschrift. Danke!”. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine Tabelle mit Datum und Unterschrift. Wichtig für mich war das laute Lesen, da die Kinder in Unterricht noch sehr leise vorlesen. Aber auch das betonte Lesen sollte geübt werden.
Die Projekte wurden von den folgenden Kolleginnen durchgeführt:
Bärbel Oliß und Susanne Völker
Surftipp: bei Veranstaltung können Kinder mit Kinderanzug vorkommen.
Dahrsbergschule --!>
Dahrsbergschule
Im Schuldorf Bergstraße, 64342 Seeheim-Jugenheim
E-Mail
Hallo ihr Lieben,
anlässlich unseres gestrigen Schulfestes [Mai 2007] der Dahrsbergschule im Schuldorf Bergstrasse konnte ich ein Traum – Projekt verwirklichen, welches mich zwar ungemein gefordert hat, aber ein grandioser Erfolg war.
Der Workshop „Traum – Raum” im Juli 2006 in Weilburg unter der Leitung von Hans Reinhard hat mich total fasziniert, so dass ich mit fünf Mädchen unserer Abschlussklasse das Wagnis eingegangen bin, festliche Papierkleider für eine Modenschau herzustellen.
Ich habe zwar Textilgestaltung studiert, hatte jedoch keine Ahnung, wie die Kleider gemacht werden, denn in Weilburg habe ich am Theater-Workshop teilgenommen. Wir haben fleißig experimentiert, viele Überstunden gemacht und irgendwie hat es wunderbar geklappt!!!
Die Mädchen waren sehr stolz auf ihre Kleider und die Jungen haben Stielaugen bekommen……. !
Die Modenschau wurde musikalisch eingerahmt: (Kuschelrock Spezial Edition Nr. 18: Michael Bolton „Go The Distance&rddquo; aus dem Film „Hercules”)
Zur Herstellung der Kleider haben wir vom „Darmstädter Echo” fast leere Papierrollen geschenkt bekommen.
Empfehlung Wochenende Urlaub in einem Ferienhaus Zeeland in Südholland
KulturMobil --!>
Kulturmobil ist ein kostenloser Fortbildungs- und Beratungsservice des Hessischen Kultusministeriums in Form einer rollenden didaktischen Werkstatt mit Fachliteratur, Neuen Medien, Musikinstrumenten, Masken, Kostümen usw.
Ein Team von acht Lehrerinnen und Lehrern steht uns zur Durchführung unserer Workshops zur Verfügung.
Alle Wrkshop-lnhalte sind
praxiserprobt, denn unsere Teamer verfügen nicht nur über langjährige Erfahrung als Multiplikatoren in der Lehrerfortbildung, sie unterrichten auch noch regelmäßig in den Fächern Deutsch, Fremdsprachen, Bildende Kunst, Musik und Spiel und Drama im Fachunterricht.
Darüber hinaus beschäftigen wir freie künstlerische Mitarbeiter und arbeiten mit Institutionen des kulturellen Lebens und der Bildungsförderung zusammen.
Projektvorhaben der Schulentwicklungsmaßnahmen --!>
„Kulturelle Praxis”
in den Schuljahren 2002 bis 2004
|
Mit dem Anklicken der entsprechenden Partnerschule öffnen Sie jeweils ein neues Tür ! Wenn Sie Rückfragen zu den Projekten haben, nehmen Sie bitte direkt Kontakt mit den entsprechenden Schulen auf (klicken Sie auf „E-Mail” im jeweiligen Adressenfeld)!
|
|
OBERSTUFENGYMNASIEN |
GYMNASIEN |
GRUNDSCHULEN |
flyer_06_07 --!>
|
KulturMobil + Fortbildungs- und Beratungsservice für kulturelle Praxis
des Hessischen Kultusministeriums + Programm für das Schuljahr 2006/07
|
||
|
Indem Sie auf eines der blauunterlegten Themenfelder klicken, springt die Seitenansicht direkt dorthin
|
||
|
Theater
(MI/DO/FR) Asal / Gonszar / Herz |
Kunst
(MI/FR) Sterker |
|
|
Spiel und Drama als Unterrichtsmethode
(Deutsch und Englisch) (MI/DO/FR) Asal / Gonszar / Herz |
Fotografie – Video – Neue Medien
(MI/FR) Sterker |
|
|
Musik
(MI/FR) Federspiel |
Kreatives Schreiben und Leseförderung
(MI) Asal / Hochapfel / Jung /Marx / Pfeffer |
|
|
Basismodule
|
Vertiefende Module
|
Weiterführende und
fächerverbindende Module |
|
| W 1 Kleine szenische Formen Wir arbeiten an Bildern, Cartoons, Kurztexten bzw. improvisieren zu Themen wie - Gerüchte - Freundschaft - Gefühle (Kränkung, Angst, Freude) Es entstehen expressive und stilisierte Formen des szenischen Spiels im Rahmen von Deutschunterricht und Sozialem Lernen ohne Anspruch der Aufführung vor einem Publikum |
W 2 Vorhang auf! Wie gelange ich schnell und effektiv von einer Textvorlage zur bühnenreifen Aufführung? - An einer exemplarischen und altersgemäßen Spielvorlage (z.B. Vom Löwen, der nicht schreiben konnte) werden Grundlagen des Darstellenden Spiels und theaterspezifische Text- |
W 3 Kinderbuch-Projekt Musik-Deutsch-Bildende Kunst (Übungen für ein fächerverbindendes Aufführungsprojekt) Anhand von Kinderbuchvorlagen (Fiorino, der Regentropfenfänger, Die Schildkröte Tranquilla Trampeltreu) explorieren wir Figuren, Situationen, Klänge, Bewegungen und bauen sie zu szenischen Sequenzen zusammen |
|
|
|
|||
| W 4 Lebendige Sprache auf der Bühne Von der Textimprovisation über Atem, Stimme zu Bewegung und Aktion: Schritte zum lebendigen Sprechen auf der Bühne – wir arbeiten anhand von Balladen, Moritaten und Szenen aus dem klassischen Theater – Repertoire (z.B. Shakespeare, Brecht) |
W 5 Das soll ein Drama sein? Wer spricht, warum, zu wem? Postmoderne Texte, Zeitungsartikel, Minidramen, Lyrik als kreative Herausforderung für Theater-macher Übungen zur Dramaturgie und unterschiedlichen Darstellungsformen W 7 Vorhang auf! Wie gelange ich schnell und effektiv von einer Textvorlage zur bühnenreifen Aufführung? - An einer exemplarischen und alters-gemäßen Spielvorlage (z.B. Waechter, Prinz Hamlet / Mol, Iphigenie Königs- kind) werden Grundlagen des Darstellenden Spiels und theater-spezifische Textarbeit demonstriert und erfahren |
W 6 Neue Medien auf der Bühne Technik und Ästhetik? Übungen zum Einsatz von Video und Rechner gesteuerten Bildprojektionen bei der Theaterarbeit in der Oberstufe W 8 Mythos und Theater Am Beispiel des “Narziß und Psyche”-Mythos und seiner literarischen Vari-anten erarbeiten wir ein Theaterstück W 9 Dreimal “Woyzeck”, Drama, Oper, Film Ein Stoff und drei Kunstformen Wir lernen die künstlerischen Mittel, mit denen sich Büchner, Alban Berg und Herzog dem Stoff nähern, auf einer handlungsorientierten Ebene kennen. |
|
|
Basismodule
|
Vertiefende Module
|
Weiterführende und fächerverbindende Module
|
|
| W 10 Vorlesen und Vortragen I
GHR/Gym SI Lernangebote zur mündlichen Rede und Darstellung. Vom interpretierenden Lesen von Gedichten und Prosatexten bis zum Erzähltheater. Einsatz rhetorischer Mittel beim Vortrag. Übungen zur Verbesserung der Stimme und der Körpersprache. (Grundlegende Übungen) W 14 Grundlagen der szenischen Interpretation I (nach Ingo Scheller) Szenische Verfahren der Text- erschließung - Leseerfahrungen sichtbar machen, - Einfühlen und Charakterisieren von literarischen Figuren, Schreiben von Rollenbiografien - Interviews, Standbilder, Stimmskulpturen anhand von Texten für die S I |
W 11 Präsentieren I
GHR / Gym S I Präsentation als Unterrichtsform (Lernen durch Lehren) - Veränderungen von Lehrer – und Schüler- Rollen - das Sach-Referat als ästhetische Inszenierung (adäquater Medieneinsatz, persönlicher Vortrag und sinnliche Visualisierungshilfen vom symbolischen Requisit bis zur Power-Point-Präsentation) anhand ausgewählter Themen und Aufgaben (auf Wunsch mit Video- analyse bzw. Erprobung von Feedback-techniken ) W 15 Spielräume - Szenische Interpretation II (nach Marcel Kunz) Über den Text hinaus und zum Text zurück Experimenteller und produktiver Umgang mit Lyrik und Prosatexten – kreatives Spiel als subjektive Interpretation und vertiefende Textanalyse anhand von Texten für S II |
W 12 Präsentieren II - Kurzgeschichten und literarische Biographien (Deutsch) - Short Story and Pictures (Kunst/ Englisch) Übungsformen im Unterricht der gymnasialen Oberstufe Themenbereiche, Fragen und Aufgaben-stellungen für die Präsentation in der Abiturprüfung W 13 Szenische Interpretation III Arbeit an einer Ganzschrift bzw. ausgewählten Gedichten unter bezug auf den Oberstufenlehrplan Deutsch W 16 Literatur und Filmanalyse - Fontanes “Effi Briest” Zur Funktion der Gespräche in Fontanes Roman und ihrer filmischen Umsetzun-gen (Luderer, Fassbinder) (mit Einfüh-rung in die Filmanalyse) |
|
|
|
|||
| W 17 Improvisation Language skills – scenic realization (S I) - Theaterpädagogische Übungen aus dem Kreativitätstraining zum Konstruie-ren von Situationen und Sprechanlässen - Spielaktionen zur Verbesserung der Sprechkompetenz W 20 The short story I Scenic interpretation and Creative writing Grundlagen des szenischen Interpretie-rens am Beispiel einer Kurzgeschichte; Erprobung von Arbeitstechniken (z.B. Phantasiereise, Rollenbiografie) und verschiedener Schreibspiele im Kontext der Geschichte |
W 18 Improvisation II Language skills – scenic realization (S I) Kreative Übungen und Rollenspiel zur Verbesserung des Textverstehens anhand von Mittelstufenlektüren und Lesebuchtexten W 21 The short story II |
W 19 Who Can Beat the Bard? Shakespeare without the Boring Bits - theatrical approaches (S II) Schauspieler haben ihr eigenes Verfahren, hinter Texte zu kommen, Figuren für sich zu erschließen, sie zu verstehen, sie mit Geheimnissen zu füllen. Wir nutzen Theaterarbeit für einen anderen Literaturunterricht anhand ausgewählter Szenen aus “Hamlet” und “Macbeth” zum Begriff des “tragic hero” W 22 Working with Pictures and Texts (S II) Übungen zum kreativen Schreiben und szenischen Interpretieren am Beispiel von Bildern (z.B. Edward Hopper) und amerikanischen Short Stories (z.B. Hemingway, Melville, Lardner) W 23 Acting and Learning (S II) Rollenspiel und kreatives Schreiben im fremdsprachlichen Literarunterricht anhand von Romanen von Nick Hornby und Theaterstücken von Peter Shaffer |
|
|
Basismodule
|
Vertiefende Module
|
Weiterführende und fächerverbindende Module
|
|
| W 24 Musik für Unmusikalische I
Methoden gemeinsamen Musizierens ohne Leistungsstress für Lehrer aller Fachbereiche W 26 Musik mal theoretisch - dann aber praktisch I Spielerische Einführung in die theore-tischen Grundlagen der Musiklehre für Interessierte aller Fachbereiche. |
W 25 Musik für Unmusikalische II Aufbaukurs für die gleiche Gruppe mit gezielten vertiefenden Übungen und Materialien fürs instrumentale und vokale Musizieren und tänzerischen Elementen. W 27 Theorie praktisch II Aufbaukurs für die gleiche Gruppe mit vertiefenden Materialien zu Rhythmik, Melodik und Harmonik, Formen-Verstehen durch Bewegung im Raum oder im Schwarzlicht. W 29 Percussion Rhythmische Spiele für die Klasse, ein Afro-Rhythmus zum Spielen, Tanzen und Singen. Ggf. eigene Percussion-Instrumente mitbringen! |
W 3 Kinderbuch-Projekt In vielen Kinderbüchern stecken Klänge, Bewegungen und szenische Elemente, die wir aus dem Text und den Bildern erschließen können. Anregungen zu einer Kurzinszenierung zu “Der Löwe der nicht schreiben konnte” oder anderen Bilderbüchern. W28 Musik trifft Kunst (Musik, Kunst) Die Berührungspunkte dieser beiden Künste genießen durch Malen, Vertonen, klangliches Präsentieren. W 30 Percussion professionell Lateinamerikanische Patterns zum Klassenmusizieren. – Eigene Trommeln ggf. mitbringen. W 31 Musik und Sprache kreativ (D, Musik) Literarische Texte mit Musik begleiten, untermalen kommentieren, eigene Lyrik klangvoll präsentieren. Weitestgehendes Bsp.: Ein Projekttag Mu/D in der 12,2 W 32 Amadeus in Drama, Film, Musik (E, Musik) Das Drama Peter Shaffers (auch szenisch) als Grundlage für eine (praktische) Beschäftigung mit der Musik Mozarts und Salieris W 9 Dreimal “Woyzeck”, Drama, Oper, Film Wir lernen die künstlerischen Mittel, mit denen sich Büchner, Alban Berg und Herzog dem Stoff nähern, auch auf handlungsorienterter Ebene kennen W 33 Beratung Musiktheater Supervision einer laufenden Produktion (mit Schülern) |
|
|
Basismodule
|
Vertiefende Module
|
Weiterführende und fächerverbindende Module
|
|
| W 34 Kunststücke Zeichnen, Malen, Collagieren, mit dem Zufall spielen W 37 Zeichnen – aber wie? Freies, experimentelles, intuitives Zeichnen; Zeichenspiele; Einsatz unterschiedlicher Zeichentechniken und Materialien; Erprobung metho- discher Zugänge W 41 Schräge Typen Aus Holzresten und Abfallmaterialien werden phantasievolle Holzplastiken gezimmert und effektvoll bemalt. Erprobung von Werkzeugen und einfachen handwerklichen Techniken W 42 Großmasken Über eine modellierte Tonform wird mit Papier und Kleister die Maske geformt und schließlich wirkungsvoll bemalt. |
W 35 Jeder ist ein Künstler - Formen moderner und zeitgenässischer Kunst selbst ausprobieren; Beispiele aus und für die Unterrichtspraxis W 38 Zeichnen II Zeichnen expressiv, abstrakt und konkret; naturalistisches Zeichnen, räumliches Darstellen; methodische Zugänge erproben |
W 36 Kunst trifft Musik (Ku / Mu) Die Berührungspunkte dieser beiden Künste erproben und genießen. Klänge in Farben und Formen übersetzen, Bilder vertonen und wirkungsvoll präsentieren W 39 Schriftbilder – Texte künstlerisch gestalten (D, Ku) Ausdrucksformen von Schrift erproben und als künstlerisches Medium einsetzen; spielerisch Texte entwerfen und bildlich umsetzen W 40 “Bilder werden lebendig” - Bilder interpretieren und inszenieren (Ku / D / Fs) Tableau vivant, Schreiben zu Bildern; Bilder szenisch interpretieren; ausgewählte Beispiele in Fotografie (Video) übersetzen |
|
|
Basismodule
|
Vertiefende Module
|
Weiterführende und fächerverbindende Module
|
|
| W 43 “Die Sache mit der Maus I” - Einstieg in die digitale Bild-bearbeitung Selbst hergestellte oder vorgefundene Bildvorlagen werden am Computer bearbeitet, montiert und präsentiert W 45 Kreativ Fotografieren Umgang mit dem digitalen Fotoapparat; Themen und Motive finden und umsetzen; Fotoinszenierungen; Bildbear-beitung am Computer W 46 Mut zu Video Umgang mit der Videokamera; prakti- sche Übungen zur Filmgestaltung; Die Klasse als Regisseur; Erstellen einer kurzen Videosequenz; Einführung in den Filmschnitt W 49 Zeitsprünge - Wie Filme Geschichten erzählen Einführung in die Filmanalyse anhand von Beispielen aus verschiedenen Genres; Filmsprache, Montageformen, praktische Übungen mit der Videokamera |
W 44 “Die Sache mit der Maus II” Fortführung und Vertiefung; Erstellen eines Projekts (z.B. Ausstellungsplakat, Werbeanzeige, surreale Bildwelten); Kombination von analoger und digitaler Technik W 47 Von der Idee zum Film Planung und Durchführung eines kleinen Filmprojekts; die selbst gedrehten Videoaufnahmen werden am Computer geschnitten, montiert und nach- bearbeitet W 50 Filmanalyse II Exemplarische Analyse eines Spiel- films, Kurzfilms oder von Werbefilmen; methodische Zugänge; Vergleichs-beispiele; Inszenierungsversuche mit der Videokamera |
W 48 Kunst und Video – Videokunst W 13 Literatur und Film - |
|
|
Basismodule
|
Vertiefende Module
|
Weiterführende und fächerverbindende Module
|
|
| W 52 Schreibwerkstatt I Grundlegende kreative Schreibverfahren: Bilder, Erzählanfänge, kreativer Umgang mit Gedichten und Ideenbärse für das Kreative Schreiben von der 1.bis zur 4. Klasse. W 55 Zum Lesen verlocken I Kreative Lesemethoden, vielfältige differenzierte Materialien und Lese-aktionen mit der Klasse und der Schule um die Leselust zu wecken und zu erhalten. W 60 Lesen- und Schreibenlernen ohne Fibel I Grundlagen des Schriftspracherwerbs und Einarbeitung in die Methode. Vorbereitung des 1. Schuljahres und Organisation, Spiele und Materialien zur Schulung der phonologischen Bewusstheit und Schreibanlässe für jeden Tag. |
W 53 Schreibwerkstatt II Vertiefende, weiterführende Schreibanlässe und themenbezogene Schreibwerkstatt zu wahlweise folgenden Themen: - Märchen, – Goethe, – Nacht W 56 Zum Lesen verlocken II Kreativer Umgang mit Lektüren und Bilderbüchern, textproduktive Verfahrensweisen und das Herstellen eigener Bücher W 57 Das bewegte Wort I Wie kommen wir von der Bewegung zum Schreiben? Wie verwandeln wir unsere Worte in Bewegung? Der Work-shop vermittelt Anregungen zum Zusammenhang von szenisch-perfomativem Vorgängen und Schreib-prozessen in der Grundschule W 61 Lesen- und Schreibenlernen ohne Fibel II Schreibanlässe und Leseideen für das 1. Schuljahr; Bausteine für einen fächerverbindenden und werkstatt-orientierten Unterricht mit Projekt-beispielen zu ausgesuchten Themen. |
W 54 Kreatives Schreiben mit thematischem Schwerpunkt Natur (D, Sachkunde) Natur betrachten, bestaunen und beschreiben! – Kreative Schreibformen im fächerverbindenden Unterricht handlungsorientiert erproben. W 58 Das bewegte Wort II Aufbauworkshop Färderstufe Vom Schreiben zum Spielen und zurück W 59 Texte von Schülern vertonen (D, Musik) Texte mit Musik begleiten, untermalen, kommentieren und klangvoll präsentieren. W 39 Schriftbilder Texte von Schülern bildnerisch verarbeiten (D, Kunst) |
|
|
|
|||
| W 62 Kreatives Schreiben in der S I/ S II (Grundlagen) Altersangemessene Schreibaufgaben (Kreativ-Bausteine) zu grundlegenden Techniken freien Schreibens mit einem gro§en Spektrum von praxiserprobten Schreibanlässen (Schwerpunkte: Schreiben zu Formvorgaben, Schreiben zu Impulsen); Planung und Durchfüh- rung von Schreibprojekten; Aufbau eines Methodenfundus W 67 Lesen in der Schule: Leselust wecken und erhalten: Wie motiviert man Schüler/innen zum Lesen? Wie liest man effektvoll vor? Wie produziert man seine eigene Lektüre? Wie bekommt man eine lesefreundliche Schule? Ideen und Anregungen für die Unterrichtsarbeit und für Aktivitäten zur Lesefärderung in und außerhalb der Schule |
Kreatives Schreiben mit thematischem Schwerpunkt W 63 Anders sein W 64 Liebe, Frust und Abenteuer W65 Kreatives Schreiben mit thematischem Schwerpunkt Natur W 68 Das bewegte Wort I |
W 66 Lektorieren und Überarbeiten von Texten aus Schreibgruppen Umgang mit Texten aus Schreibwerk-stätten; praktische Übungen zum Lektorieren und Überarbeiten von eigenen und Schülertexten; Übungen zur Erweiterung der literarisch-ästheti-schen Kompetenz; Regeln für Schreib-gruppenleiter; Bewertungskriterien W 39 Schriftbilder S I / II Texte von Schülern bildnerisch verarbeiten (D, Kunst) Texte von Schülern vertonen (D, Musik) W 69 Das bewegte Wort II Vom Schreiben zum Spielen und zurück |
|
Fächerverbindendes Lernen --!>
| Fächerübergreifendes und fächerverbindendes Lernen ist aus den neuen Lehrplänen für alle Schulformen nicht mehr wegzudenken. So heißt es zum Beispiel in den Bildungszielen des Lehrplans für Realschulen: „Fächerübergreifendes und fächerverbindendes Lernen sind neben dem Erwerb fachlichen Wissens und zielgerichteter Arbeitshaltung für den Bildungsgang der Realschule unabdingbar, weil die Berufsfelder, für welche die Realschule vorrangig vorbereitet, die Fähigkeit erwartet, Zusammenhänge herzustellen und Transferleistungen zu erbringen”. In den Lehrplänen für Gymnasien heißt es dazu: „Außer dem Erwerb von vernetztem fachlichem Wissen gewinnt das fächerübergreifende und fächerverbindende Lernen in der Entwicklung eines Problemverständnisses in komplexere Zusammenhänge eine große methodische Bedeutung. Fächerübergreifender Unterricht ist Teil eines jeden Fachunterrichts [. . .]”. In diesem Zusammenhang wird die Forderung formuliert: „Jede Schule bietet pro Jahrgangsstufe mindestens ein fächerübergreifendes und fächerverbindendes Lernangebot oder ein entsprechendes Projekt an.” Die Hinweise auf fächerübergreifende Aufgabengebiete (§ 6 Abs. 4 HSchG) führen unter anderem den Bereich Kulturelle Praxis als legitimierten Schwerpunkt auf. Weiter heißt es, dass Inhalte und Aufgaben aus fächerübergreifenden Aufgabengebieten im Verlauf des Fachunterrichts thematisiert und integriert behandelt werden sollen. In zahlreichen Workshops unseres bisherigen Angebots haben wir bereits versucht, Forderungen dieser Art gerecht zu werden. Ab dem kommenden Schuljahr 2005/06 wird es auf Grund unserer Erfahrungen bezüglich der Nachfrage nunmehr neun Workshops geben, die sich ganz gezielt mit Methoden des fächerverbindenden Lernens beschäftigen. Der Workshop „Ich und Du – Künstlerisches Arbeiten und soziales Lernen” verbindet Inhalte und Methoden des Deutschunterrichts mit Arbeitsweisen der Fächer Kunst und Darstellenden Spiel, die zum Beispiel auch beim szenischen Interpretieren Anwendung finden. Spiel- und Schreibaktionen sollen hier zu einer gemeinsamen ästhetischen Erfahrungen verbunden werden. So können aus Improvisationstechniken des Theaters Texte werden, aus Texten können Bilder oder Szenen entstehen. Der Sprachunterricht im Fach Deutsch auf allen Schulstufen kann auf diese Weise durch eine ganzheitliche Methode bereichert werden. Wie man Bilder vertonen kann, Klänge in Farben umgesetzt, eine Performance oder Aufführungs- und Präsentationsformen entwickeln kann, soll im Workshop 2, „Musik trifft Kunst” über Ideen und Experimente zu praktischen Anregungen führen. Die Workshops 3 und 4 vermitteln Methoden zur Bereicherung des Deutschunterrichts über künstlerische Zugangsweisen, wobei sie sich spezifischer Bedingungen des Schattenspiels bzw. graphischer Gestaltungsmethoden bedienen. „Das Kinderbuch-Projekt” richtet sich gezielt an Grundschulen. Der Workshop strebt eine Verknüpfung der Fächer Deutsch, Theater, Kunst und Musik an. Sprachrhythmus oder Satzmelodie sind nur zwei Begriffe, welche auf die enge Verbindung von Sprache und Musik verweisen. Im Workshop 6 werden Methoden zu einer organische Verbindung der Fächer Deutsch, Musik und Darstellendes Spiel vermittelt, die nicht als Anleitung zur Aufführung eines großen Musicals misszuverstehen sind, sondern elementare Berührungspunkte der drei Kunstsparten in den Mittelpunkt stellen. Der Workshop soll Kolleginnen und Kollegen der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II gleichermaßen ansprechen. Die Gestaltung eines Projekttages in der Sekundarstufe II mit dem Schwerpunkt auf dem Fach Musik ist Thema der drei Alternativangebote des Workshops 7 (s. dazu die ausführliche Workshopbeschreibung). |
|||
|
Klicken Sie auf die Workshopnummer, um die auführliche Workshopbeschreibung zu lesen
|
|||
| Ich und Du – Künstlerisches Arbeiten und soziales Lernen | |||
| Musik trifft Kunst – Ideen, Experimente, praktische Anregungen | |||
| Einführung in das Schattenspiel | |||
| Schriftbilder | |||
| Das Kinderbuch-Projekt | |||
| Sprache – Musik – Inszenierung | |||
| Ein Projekttag in der 12/II : Amadeus | |||
| Ein Projekttag in der 12/II : Büchners „Woyzeck” / Bergs „Wozzeck” | |||
| Ein Projekttag in der 12/II : Poesie-Klänge | |||
| zurück zur Seite „das angebot“ | |||
Einsatzmöglichkeiten von Spiel, Drama und und Neuen Medien im Fachunterricht --!>
| Handlungsorientierter Unterricht Szenisches Lernen hat in den letzten Jahren zunächst vor allem im Deutschunterricht, dann aber auch im Fremdsprachenunterricht, in Sozialkunde, Geschichte, Religion, Kunst und Musik Einzug gehalten. Das Szenische Lernen beruht auf der Vorannahme, dass Lernen nicht nur die Verstandestätigkeit der Schülers fordert, sonder gleichermaßen auch seine Sinne, seine Emotionen und Vorstellungskräfte. Mit geführten Imaginationen, mit Rollenübernahme, Rollenspiel, Rolleninterviews, mit körperlichen Ausdrucksübungen wird im Unterricht ein szenisches „Setting“ geschaffen, das emotionale Prozesse nicht ausblendet, sondern sie als Teil der Lernprozesses begreift. Der persönliche Zugang des Schülers zum Lerngegenstand wird ermutigt, was keineswegs bedeutet, dass damit subjektive Beliebigkeit an Stelle von analytisch fundierter Gültigkeit tritt. Spiel und Drama im Fachunterricht Nicht von ungefähr wird das szenische Verfahren vor allem im Deutschunterricht seit Jahren erprobt, denn Literatur kann nur „verstanden“ werden, wenn der Leser seine eigene Vorstellungskraft spielen lässt. Die Rezeption von Literatur weckt ein bewegtes Ineinander von emotionalen, kognitiven, persönlichkeits-spezifischen und kulturellen Elementen, die beim Lesen mitschwingen. Davon ist bei der Interpretation nicht abzusehen, sondern es gilt, diesem Prozess Raum zu geben, damit der Schüler im Fremden dem Eigenen begegnen kann. Die eigene Vorstellungskraft, die inneren Bilder zu aktivieren, das ist eine Aufgabe des Literaturunterrichts, die auch eine generelle kulturelle Dimension hat. Es scheint zwar, dass die heutigen Schüler keinen Mangel an Bildern haben, werden sie doch im Sekundentakt mit visuellen Reizen der raffiniertesten Art bombardiert, aber gerade dadurch werden sie immer ärmer an eigenen Bildern, an eigenen Vorstellungen, die durch ästhetische Texte evoziert werden können. Szenisches Interpretieren öffnet also Wege in den Text hinein, aber auch wieder hinaus. Die szenische Exploration bedarf auch des abstrahierenden Diskurses, der subjektive Deutungserfahrungen stets wieder mit dem Text konfrontiert und der auch traditionelle Forschungsergebnisse mit einbezieht. Das Szenische Interpretieren hat inzwischen einen Fundus an bewährten Methoden (Geführte Imagination, Rollenbiografie, Rolleninterviews, Standbildbauen, Szenisches Spiel), die alle einerseits die Vorstellungskraft der Schüler aktivieren, andererseits durch Haltungen, Bewegungen und Sprache den körperlichen Ausdruck als wesentliches „Erkenntniselement“ einschätzen. Das Szenische Interpretieren unterläuft keineswegs die kognitiven Ziele des Unterrichts, bettet sie aber in einen Prozess ein, der Emotionalität, Imagination und Körperlichkeit mit enthält und damit der Literatur in ihrer Vielschichtigkeit gerecht wird. |
|||
aktuelles --!>
KulturMobil
Workshop-Broschüre Unsere Broschüre mit dem gesamten Workshopangebot sollte mittlerweile an allen hessischen Schulen vorliegen
Neben den üblichen Tagesworkshops finden sie auch Angebote für zwei- bis dreitägige Fortbildungsreihen. Beachten Sie auch unsere erweiterte Auswahl an Veranstaltungen zum fächerverbindenden Unterrichten. Zum Download klicken Sie einfach auf die Broschüre. Unser Programm öffnet sich als pdf-Datei, die Sie –vorausgesetzt Sie haben einen ADOBE-Reader installiert– einsehen, ausdrucken oder auf Ihrem PC speichen können. Sie können Ihre Anmeldung nur noch unter dem Menü anmeldung vornehmen. Beachten Sie bitte unbedingt die „Gebrauchsanweisung” auf jener Seite!
Unser Mobil wurde übrigens mit ganz neuen Winterreifen ausgeatattet
MuSe Computer
Workshops 2009 – Termine und Abrufangebote MuSe Computer ist die griffige Abkürzung für eine komplizierte Beschreibung: Multisensueller Kunstunterricht unter Einbeziehung von Computertechnologie.
Die Muse Computer tritt in unseren Fortbildungen und im Unterricht an die Seite der traditionellen Werkzeuge des Kunstunterrichts wie Pinsel, Kreide, Kohle, Bunt- und Filzstifte, Schere, Kleber und so weiter. Im Crossover-Prinzip werden so traditionelle und neue Verfahren der Bilderzeugung und Bildbearbeitung verknüpft.
Das derzeit aktuelle Angebot finden Sie in der Broschüre. Zum Download klicken Sie einfach auf die Broschüre. Unser Programm öffnet sich als pdf-Datei, die Sie –vorausgesetzt Sie haben einen ADOBE-Reader installiert– einsehen, ausdrucken oder auf Ihrem PC speichen können. Sie können Ihre Anmeldung unter dem Menü anmeldung vornehmen. Beachten Sie bitte unbedingt die „Gebrauchsanweisung” auf jener Seite!
Empfehlung: Schulranzen Onlineshop bietet Marken Schulranzen für Kinder von Vorschule und Schule.
Angebote --!>
Das kann Ihnen unser Team bieten:
1. Tagesworkshops und mehrtägige Lehrgangsreihen
- zur fachdidaktischen und methodischen Fortbildung in den künstlerischen Fächern (Musik, Kunst, Darstellendes Spiel)
- zum Einsatz künstlerischer Arbeitsmethoden und Medien in anderen Fächern und im fächerübergreifenden Unterricht (z.B. Deutsch und Fremdsprachen, Musiktheater)
2. Schulentwicklung
- Vernetzung von Schulen mit dem Schwerpunkt „Kulturelle Praxis” in ihrem Schulprogramm
- Beratung und Fortbildung von Kolleginnen und Kollegen zur langfristigen Implementierung kultureller Praxis im Regelunterricht
- „Eine Kunst für jeden: KulturSchulen” – Schulentwicklungsmaßnahme
3. Beratung bei der
- Umsetzung neuer Methoden im Unterricht
- Entwicklung eines künstlerischen Profils im Schulprogramm
- Gestaltung eines Pädagogischen Tages mit künstlerischen Schwerpunkten
4. Vermittlung von Künstlern / Sonderveranstaltungen für Multiplikatoren / mehrtägige Lehrgänge
- z.B. Workshops mit Musikern / Schriftstellern (Schreibwerkstätten)
- Fortbildungsangebote für Fortbildner
- auf Anfrage Organisation mehrtägiger Veranstaltungen für Lehrergruppen (z.B. Referendare mit Fachleitern – langfristige Planung erforderlich!)